Buchrezension: Frontano Kore – Ansichten eines Gastarbeiterkindes: Ein ehrliches Buch eines zurecht besorgten Bürgers mit Migrationshintergrund

Das Buch von Frontano Kore ist kein klassisches „Aufklärungsbuch“ und genau darin lag während des Lesens das Erfrischende für mich. Das mag zunächst erst einmal merkwürdig klingen. Es setzt das Wissen um die mittlerweile schier unzählbaren Missstände in Deutschland weitestgehend voraus, seien sie ökonomischer, gesellschaftspolitischer, kultureller oder kulturhistorischer Natur. Freilich, böse Zungen könnten sich darüber … Buchrezension: Frontano Kore – Ansichten eines Gastarbeiterkindes: Ein ehrliches Buch eines zurecht besorgten Bürgers mit Migrationshintergrund weiterlesen

Buchrezension: William Golding – Herr der Fliegen: Zu viel Text, zu wenig Handlung

Endlich hatte ich mir die Zeit genommen, einen bisher verpassten, jedoch weltberühmten Klassiker zu lesen: „Lord of the Flies“ alias „Herr der Fliegen“ von William Golding (1911-1993). Aufgrund der vielfach gehörten Kritik an der deutschen Übersetzung las ich sicherheitshalber sowohl die deutsche als auch die englische Version. Leider war ich nach Abschluss der Lektüre ziemlich … Buchrezension: William Golding – Herr der Fliegen: Zu viel Text, zu wenig Handlung weiterlesen

Buchrezension: Markus Krall – Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen: Köpfe wie Dr. Krall müssten flächendeckend an deutsche Universitäten

Bücher wie das jüngste von Dr. Markus Krall zu lesen, löst insgesamt zweierlei in mir aus. Dankbarkeit. Darüber, dass es wortgewandte und intelligente Köpfe wie ihn gibt, die sich dem auf nunmehr so vielen unterschiedlichen Ebenen stattfindenden Irrsinn in Deutschland mutig entgegenstellen und Missstände – allen voran in ökonomischer Hinsicht – auf eine Art und … Buchrezension: Markus Krall – Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen: Köpfe wie Dr. Krall müssten flächendeckend an deutsche Universitäten weiterlesen

Keine Achterbahnfahrt – eine Putzaktion!

von Monika Hausammann „Eine Achterbahn im Licht des Nichts“ sei das rund 450 Seiten starke Werk von Philipp Anton Mende, sagt das Cover. Einspruch! Das wird weder dem Buch noch dem Autor gerecht. Das Werk ist vielmehr eine Art geistiger Reinigungsanlage. Mende eine Ein-Mann-Putzkolonne. Warum. Wenn Pferde sich auf der Weide wälzen, muss man später … Keine Achterbahnfahrt – eine Putzaktion! weiterlesen

Buchrezension: Frank Jordan – Das Attentat: Frank Jordan haut die nächste Bombe raus

Vorhang auf und Klappe, die Dritte! Was hatte ich mich gefreut, den neuen Roman von Monika Hausammann alias Frank Jordan in meinem Briefkasten vorzufinden, bedeutete dies doch, dass mich – nach „Die Ministerin“ (2016) und „Der Fonds“ (2017) – zum dritten Mal eine überaus komplex aufgezogene, mit viel Liebe zum Detail versehene, und nicht zuletzt … Buchrezension: Frank Jordan – Das Attentat: Frank Jordan haut die nächste Bombe raus weiterlesen

Der Amazon-Troll

Ich habe ein trolliges Haustier, das halbwegs schreiben kann und sich ständig neue Namen gibt, ungefähr so wie der lustige Beo einer Bekannten. Ich nenne es liebevoll Trolli. Es ernährt sich ausschließlich von sich selbst via Rezensionen verabreichenden Ego-Komplex-Streicheleinheiten. Sein natürliches Habitat ist Amazon. Nun musste meine überarbeitete Nihilismus-Party nach einer faktenfreien Ad-Hominem-Tirade (mit erfundenen … Der Amazon-Troll weiterlesen

Roland Baader über die Staatsgläubigkeit

In seinem Wirken hatte sich Roland Baader immer wieder dem Phänomen der Staatsgläubigkeit gewidmet und diese als eines der drängendsten Probleme unserer Zeit identifiziert. Die folgenden, hochspannenden Zitate stammen aus verschiedenen Publikationen und wurden systematisch im Roland-Baader-Brevier „Das Ende des Papiergeldzeitalters” gesammelt: 1987 schrieb er: Prellbock zwischen den divergierenden Kräften sinkender Leistungsmotivation und wachsender Anspruchsmentalität ist … Roland Baader über die Staatsgläubigkeit weiterlesen

Buchrezension: Stefan Zweig – Die Welt von Gestern: Eine brillante Autobiographie mit vielen aktuellen Parallelen

Geschichte sei das gleiche Stück mit unterschiedlicher Rollenbesetzung, schrieb Henry de Montherlant (1895-1972) irgendwann zwischen 1930 und 1944 in sein Tagebuch. Wie Stefan Zweig (1881-1942) trat er schließlich durch Suizid aus dem Dasein. Und in der Tat: Beim Lesen des autobiographischen Werks „Die Welt von Gestern“, welches Stefan Zweig zwischen 1939 und 1941, also kurz … Buchrezension: Stefan Zweig – Die Welt von Gestern: Eine brillante Autobiographie mit vielen aktuellen Parallelen weiterlesen

Buchrezension: Javier Marías – Mein Herz so weiß: Von geschmeidigen Schlangen und einer trampelnden Horde

Bis heute ist mir die Folge des Literarischen Quartetts im Gedächtnis, in der „Mein Herz so weiß“ von Javier Marías einhellig als Meisterwerk gepriesen wurde. Das sollte schon etwas heißen, kennzeichnete sich das Quartett doch vor allem durch die häufig hitzig geführten, dabei aber (für mich heute) stets interessanten und anspruchsvollen Streitgespräche bzgl. Buch X … Buchrezension: Javier Marías – Mein Herz so weiß: Von geschmeidigen Schlangen und einer trampelnden Horde weiterlesen

Buchrezension: Frank Jordan – Der Fonds: Kein Fall für Schlafschafe

Heutzutage auf Schriftsteller, insbesondere Romanciers, zu stoßen, die sich dem seit nunmehr vielen Jahren immer exzessiver verdichtenden Gratismut-Zeitgeist widersetzen und unbeirrt den Finger in die Wunde legen, ist schwierig. Jene, die ihr offenkundiges Talent ihrer ethisch-moralischen Grundhaltung, ihrem Gewissen, und nicht (des Abkassierens wegen) der jeweils vorherrschenden Staatsdoktrin unterordnen, wohl wissend, im einflussreichen, „großen“, größtenteils … Buchrezension: Frank Jordan – Der Fonds: Kein Fall für Schlafschafe weiterlesen