Die BUNTschau: Februar 2021 (Teil 4)

Hier ist die Erste Deutsche BUNTschau mit den Irrsinnsthemen des Monats Februar (Teil 4):

Göttliche Wirtschaftsfähigkeiten

In ihrer unendlichen Weisheit hatte unsere Bundesregierung beschlossen, jedem Bürger über 60 Jahre zweimal sechs FFP2-Masken zu schenken. Wobei „schenken“ nicht ganz das richtige Wort ist, denn natürlich gibt es diese Masken nicht umsonst. Tatsächlich werden sie vom „Steuer“-Zahler finanziert. In den meisten Fällen also auch von denjenigen, die dieses großzügige „Geschenk“ erhalten.

Unter dem bewährten kommunistischen Gütesiegel „soziale Gerechtigkeit“ kam dann auch wirklich jeder Bürger über 60 in den Genuss dieser Jahrhundert-Idee, egal ob Multimillionär, der auf diese Zuwendung locker verzichten kann, oder rentenaufstockender Pfandflaschensammler, für den zwölf Masken nur ein kleiner Tropfen auf den glühend heißen Stein darstellen.

Wie unsere Bundesregierung in ihrer unendlichen Weisheit ausgerechnet auf jeweils sechs Stück pro Person kommt, bleibt wohl ihr Geheimnis. Die Woche hat sieben Tage, und die Verpackungseinheiten für Masken sind in der Regel fünf oder zehn Stück. Es bleibt zu vermuten, dass diese magische Sechs ein genauso willkürlich festgelegter oder gar gewürfelter Zufallswert ist wie die sich ständig ändernden Kennzahlen, mit denen die Endlos-Verlängerung des Lockdowns begründet wird.

Nun entschied unsere Bundesregierung in ihrer unendlichen Weisheit, die Verteilung der Masken ihrem gleichermaßen effektiven wie effizienten und keineswegs bis zur Handlungsunfähigkeit aufgeblasenen Bürokratie-Apparat zu überlassen. So wurden zunächst die Krankenkassen, welche derzeit wohl tendenziell unterbeschäftigt sind, mit der verantwortungsvollen Aufgabe betraut, die Anschriften aller Versicherten über 60 aus den Tiefen ihrer Datenbanken zu fischen.

Mit dieser Information hätte man nun jedem Anspruchsberechtigtem zwei Pakete zu je sechs Masken zusenden können. Hätte, wohlgemerkt! Doch wäre eine so banale, sich jedem normal denkenden Menschen förmlich aufdrängende Lösung einem durchschnittlichen staatsfinanzierten Apparatschik-Gehirn eindeutig zu naheliegend. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Ergo wurde die Bundesdruckerei beauftragt, 34,1 Millionen Coupons zu drucken, die mindestens genauso fälschungssicher sein sollten wie die übrigen Druckerzeugnisse dieser Institution – nicht auszudenken, wenn die für ihren Hang zur Kleinkriminalität landläufig bekannten Rentner noch auf die Idee kämen, Gutscheine für FFP2-Masken am heimischen PC mit Photoshop nachzubauen, mit dem Farblaser auszudrucken und illegal in Umlauf zu bringen! Da versteht Vater Staat keinen Spaß!

Die Kosten für Design und Druck der Vouchers beliefen sich auf günstige 9,3 Millionen Euro – die paar lumpigen Kröten sollte uns allen eine gezielt abschreckende Verbrechens-Prävention schon wert sein!

Als Nächstes wurden die 34,1 Millionen Coupons an die Berechtigten verschickt. Das macht bei 80 Cent Briefporto schlappe 27,3 Millionen Euro.

Die glücklichen Empfänger, wohlgemerkt alle zur Risikogruppe gehörend, mussten nun im tiefsten Winter zweimal zu einer Apotheke gehen und sich dort anstellen, um gegen Zuzahlung einer Schutzgebühr von lausigen zwei Euro jeweils sechs FFP2-Masken ausgehändigt zu bekommen. Die Apotheke darf dann bei der Regierung jede Maske mit konkurrenzlos billigen sechs Euro abrechnen.

Die ganze Aktion kostete den Steuerzahler somit läppische 2,5 Milliarden Euro für Coupons, Porto und Masken, zuzüglich etliche Millionen an Manpower für Logistik bei Krankenkassen und Behörden. Glückwunsch – ein echter Schnapper! Da muss man auch einfach mal „Danke, liebe Regierung“ sagen können!

Aber nein, stattdessen kommen allenthalben die üblichen dauerempörten Wutbürger aus ihren Löchern gekrochen und verbreiten übelste Hetze im Internet, nämlich dass privatwirtschaftliche Unternehmen wie „LIDL“ FFP2-Masken aktuell für 99 Cent das Stück anbieten, „Netto“ sogar für nur 89 Cent, und das sei weniger als ein Sechstel des Hammerdeals, den „unsere“ Regierung unter vollumfänglicher Wahrnehmung ihrer Sorgfalts- und Fürsorgepflicht gegenüber dem Steuerzahler in schonungslos harten Verhandlungen den Apotheken aus dem Kreuz geleiert hat.

Besonders populistische Hassredner wollen sogar ausgerechnet haben, dass man für die 2,5 Milliarden Euro auch einfach jedem Angehörigen der Risikogruppe 65 FFP2-Masken oder jedem Bundesbürger 25 Masken per Postwurfsendung hätte zuschicken können.

Schluss jetzt! Geld ist nicht alles im Leben! Vor allem nicht euer Geld, ihr Egoisten! Die eiskalten Maßstäbe des unmenschlichen Raubtierkapitalismus wie Effektivität und Effizienz dürfen hier nicht den Diskurs bestimmen! Der gute Wille zählt, die freundliche Geste! Wo bleibt da bitte das Herz, wo die mitmenschliche Wärme? Das sind doch die wahren Werte, auf die es wirklich ankommt, und diese verkörpert niemand anders in solcher Perfektion wie „unsere“ Regierung! Nehmt das, ihr Hater!

Achtung, Spoiler: Die Genies, die sich diese Deppen-Aktion ausgedacht, sie geplant und durchgeführt, und dafür zweieinhalb Milliarden eures Geldes durch den Kamin geblasen haben, sind übrigens exakt dieselben, die die gesamte Wirtschaft dieses Landes sowie euer komplettes Leben bis ins allerkleinste Detail durchregulieren, weil sie euch für zu blöd, zu inkompetent und zu unmündig dafür halten und ernsthaft glauben, das besser zu können als ihr selbst. Quod erat demonstrandum.

Corona-Diktatur, Teil 500

Bis vor kurzem wurde – wie bereits beim Thema „Klimawandel“ – jeder, der auch nur andeutete, dass vom Staat bezahlte Wissenschaftler im Zweifelsfall eben diesem Staat eventuell auch mal nach dem Mund reden oder forschen könnten, von Politik und Medien als Verschwörungstheoretiker, Wissenschaftsleugner, rrrrääächter Hetzer oder gar psychisch Gestörter diffamiert und aus dem öffentlichen Diskurs verbannt.

Dabei lässt allein schon die große Anzahl und immense Vielfalt an möglichen Motiven für ein solches Verhalten diese Vermutung nicht nur zu, sondern macht sie sogar deutlich wahrscheinlicher als die gegenteilige Annahme. Zu den mannigfaltigen Gründen, im Zweifel lautstark das Lied der Mächtigen mit anzustimmen, gehören beispielsweise der tiefsitzende Glaube an staatliche Autorität, vorauseilender Gehorsam, Bequemlichkeit, Opportunismus, Geltungsdrang, Karrieregeilheit, Eitelkeit, Feigheit, Furcht vor sozialer Ächtung oder einfach nur die nackte kalte Angst um den Job und die gesamte bürgerliche Existenz.

Tja, dumm gelaufen, denn gerade werden die angeblichen Verschwörungstheorien Stück für Stück wahr: Wie wir kürzlich bereits berichteten, kam durch das hartnäckige Insistieren einiger Juristen heraus, dass das Bundesinnenministerium in der ersten Welle der Corona-Pandemie im März 2020 Wissenschaftler mehrerer Forschungsinstitute und Hochschulen für politische Zwecke einspannte. Es beauftragte die Forscher des Robert-Koch-Instituts und anderer Einrichtungen mit der Erstellung eines Rechenmodells, auf dessen Basis die Behörde von Innenminister Horst Seehofer, CSU, harte Corona-Maßnahmen rechtfertigen wollte.

Diese Woche meldete sich nun der Wirtschaftsphilosophie-Professor Michael Esfeld zu Wort. Er ist Mitglied der „Nationalen Akademie der Wissenschaften“, landläufig auch bekannt unter dem Namen „Leopoldina“. Diese berät laut Eigendarstellung Politik und Gesellschaft in wichtigen Zukunftsthemen. Wörtlich heißt es auf der Website:

„Die Leopoldina erarbeitet Stellungnahmen zur wissenschaftsbasierten Politikberatung interdisziplinär, unabhängig und ergebnisoffen. Sie wählt die Themen ihrer Stellungnahmen selbst aus und verfasst keine Gutachten auf Bestellung.“

Wir merken uns kurz die Worte „keine Gutachten auf Bestellung“, „ergebnisoffen“ und vor allem „unabhängig“. Einfach so, ohne Hintergedanken, nur aus Gag.

Wenn man auf der Website dieser honorigen Gesellschaft ein bisschen weiterklickt, findet man im Kleingedruckten folgende Offenbarung:

„Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist als eingetragener Verein gemeinnützig tätig. Sie wird zu 80 Prozent finanziert aus öffentlichen Mitteln vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie zu 20 Prozent vom Bundesland Sachsen-Anhalt, in dem sich ihr Hauptsitz befindet.“

Ähem, tja, die werden also zu 100% aus Steuergeldern finanziert, wobei der Löwenanteil von der Bundesregierung kommt… Das ist jetzt aber ein bisschen unangenehm…

Wir wollten uns doch eben die Worte „keine Gutachten auf Bestellung“, „ergebnisoffen“ und vor allem „unabhängig“ merken. Sorry, Kommando zurück, „unabhängig“ bitte schnell und geräuschlos aus dem Gedächtnis streichen, da ist wohl irgendwas schiefgelaufen in der Redaktion… Kommt nicht wieder vor, versprochen!

Zurück zur Leopoldina. In einer Stellungnahme vom 8. Dezember 2020 forderte dieser von Merkels Gnaden mit unserem Geld finanzierte Checker-Club, dem übrigens rein zufällig auch der Kanzlerinnen-Gemahl, Professor Joachim Sauer, angehört, einen harten Lockdown, um das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Kurz darauf beschlossen Bund und Länder eben diesen harten Lockdown, den zweiten in einem Jahr. Denn man muss schließlich auf die Wissenschaft hören!

Natürlich nur auf die Wissenschaft, die „keine Gutachten auf Bestellung“ liefert und die vor allem „ergebnisoffen“ und „unabhängig“ Wissen schafft. Oh, sorry, das „unabhängig“ sollte doch weg, da ist wohl schon wieder irgendwas schiefgelaufen in der Redaktion… Kommt nicht mehr vor, versprochen! Großes Leopoldiner-Ehrenwort!

Außerdem sollte es hier eigentlich um den eingangs erwähnten Wirtschaftsphilosophie-Professor Michael Esfeld gehen. Oder präziser ausgedrückt: Darum, was dieser unlängst gegenüber der BILD-Zeitung äußerte.

Er nannte die gesamte Aktion im Vorfeld des zweiten Lockdowns unmissverständlich „ein ganz eindeutiges Beispiel von politischem Missbrauch von Wissenschaft“. Es sei nicht die Aufgabe der Wissenschaft, einen Lockdown zu fordern: Die Leopoldina hätte im Dezember „den Stand der Debatte abbilden müssen“, statt die Marschrichtung vorzugeben, also etwa auch Positionen berücksichtigen sollen, die sich auf den Schutz von Risikogruppen fokussieren.

In dem Bild-Interview – oder bezeichnen wir es treffender als amtliche Wutrede – woraus wir zitieren, keilt Esfeld mächtig gegen Angela Merkel, Markus Söder und andere machgierige Scharlatane der politischen Bühne, für die Corona die hochwillkommene Gelegenheit bietet, hemmungslos ihre abartigen, totalitären Fantasien auszuleben.

Doch weiß er sehr wohl, dass zu einem so miesen Spiel immer zwei dazugehören, daher geht er mit seinen Kollegen von der Leopoldina noch viel härter ins Gericht: „Diese Wissenschaftler haben sich von der Regierung für Propaganda einspannen lassen.“ Ja, richtig gehört, er hat tatsächlich „Propaganda“ gesagt! Das schade der Reputation der Wissenschaft und führe zu populistischen Gegenreaktionen. Viele Menschen könnten sich deshalb von der Wissenschaft abwenden, fürchtet er.

Nein, verehrter Professor Esfeld, die Menschen wenden sich keineswegs von der Wissenschaft ab, sondern lediglich von der Perversion der Wissenschaft, sprich: von den durch und durch verkommenen, korrupten, ihr Berufsethos permanent verratenden staatsfinanzierten Maulhuren des Merkel-Regimes.

Wissenschaft jenseits von politischer Vereinnahmung bietet hinsichtlich der Effektivität von Masken und Lockdowns in der Tat Interessantes. Masken beispielsweise tun absolut nichts, um die Ausbreitung von Atemwegsviren zu verhindern. Wir werden gezwungen, sie zu tragen, damit sich die Menschen „sicher fühlen“. Sehr viele wissenschaftliche Studien zeigen zudem sehr deutlich, dass Lockdowns unwirksam und möglicherweise zehnmal tödlicher waren als das Virus selbst.

Nach allen verfügbaren Daten weist das Virus selbst eine Sterblichkeitsrate auf, die für die meisten Altersgruppen entweder der Influenza entspricht oder weit darunter liegt. Wir wurden jedoch ebenfalls gezwungen, fast ein Jahr lang im Lockdown zu verharren, weil Politiker, korporatistische Megakonzerne, Monopole und Wall Street-Milliardäre finanziell in Billionenhöhe profitieren.

Milliardäre treten in Massenmedien auf und sagen den Menschen, dass sie große Angst haben sollen, während sie (also die Milliardäre) selbst wiederum von den Lockdowns profitieren, die wiederum ihre Konkurrenz einschränkt, schwächt und ihnen hilft, weiter zu monopolisieren.

Dann tauchen sie in denselben Absatzmärkten auf, in denen sie auf Lockdowns drängten, um die stationären Geschäfte noch weiter in den Boden zu stampfen. Das schaffen sie auch, indem sie den Leuten sagen, dass jene Aktien abstürzen werden.

Hunderte von Virologen, Experten für Infektionskrankheiten, Wissenschaftlern, Ökonomen und Ärzten, die darüber gesprochen haben – und sich gegen das quasi-diktierte Mainstream-Narrativ gewehrt haben -, wurden von Big Tech, Big Media und Unternehmen aus dem Diskurs ausgeschlossen.

Warum?

Weil ihr Standpunkt – also der wissenschaftlich korrekte – den finanziellen Gewinn von skrupellosen Politikern, korporatistischen Wall Street-Milliardären und Megakonzernen beeinträchtigt. Wenn man sagt, dass man „die Wissenschaft“ schätze und gegen die „Unternehmenselite“ sei, aber dennoch seriöse wissenschaftliche Einwände missachtet und darauf hört, was irgendwelche Staatsmedienschwurbler einem sagen, ist man irgendwo falsch abgebogen und trägt nur dazu bei, nun tatsächlich ein Wohlstandsgefälle immer weiter voranzutreiben etc.

Das war es aber noch lange nicht, nein, keineswegs, denn Esfelds entscheidende Aussage haben wir uns wohlweislich und dem Spannungsbogen geschuldet für den Schluss aufgehoben:

„Die Bundesregierung instrumentalisiert die beratenden Experten, um die öffentliche Meinung zu bestimmen. Die Corona-Politik in Deutschland hätte das Kanzleramt in einem transparenten, öffentlichen und kritischen Diskurs nie durchsetzen können.“

Mit anderen Worten: Diese sogenannten Wissenschaftler haben dem Kanzleramt die gewünschte pseudo-wissenschaftliche Legitimation für eine unangemessene, überzogene, in ihrer Wirkung fragwürdige, totalitäre Zwangsmaßnahme geliefert, deren Langzeitfolgen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schlimmer sein werden als das Virus.

Deutlicher kann man es nicht sagen, dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen. Doch, eins noch: Das mit „keine Gutachten auf Bestellung“ und „ergebnisoffen“ streichen wir jetzt besser auch mal ganz flott. Sorry, kommt wirklich nicht mehr vor, versprochen!

Corona-Diktatur, Teil 501

Im Lockdown floriert der Onlinehandel. Die Regierung behauptete, dass nun auch vermehrt Drogengeschäfte postalisch abgewickelt werden – Konsumenten gehen nach deren „Logik“ aus Angst vor Corona nicht mehr in den Görlitzer Park, sondern lassen sich den Stoff frei Haus liefern. und damit verstärkt sich auch das Drogengeschäft per Postweg. Klar, wer illegal Drogen kauft, hält sich als gesetzestreuer Bürger ansonsten natürlich pingeligst an die Corona-Verordnung.

Der Bundestag hatte als Reaktion auf diesen von der Politik behaupteten Umstand letzte Woche einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der Postboten gestattet, ihnen verdächtig erscheinende Pakete künftig zu öffnen. Dadurch sollen mehr Sendungen mit verbotenem Inhalt entdeckt werden. Auch Waffen, Sprengstoff und Dopingmittel sollen so zukünftig besser entdeckt werden

Um ein Paket öffnen zu dürfen, muss es laut Gesetzesentwurf „zureichende tatsächliche Anhaltspunkte“ für einen entsprechenden Sendungsinhalt geben, beispielsweise wenn es auffällig riecht oder anderweitig verdächtig erscheint.

Nun sind die meisten Drogen relativ geruchsneutral, und diejenigen mit auffälligem Geruch, wie beispielsweise Marihuana, können für den Versand auf dem Postweg problemlos genauso luft- und geruchsdicht verpackt werden wie eine Lieferung Gewürze oder Kaffee. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der in der Lage ist, im Darknet erfolgreich Drogen zu verkaufen und an die Konsumenten zu versenden, so blöd ist, ein Paket Gras zu schlecht zu verpacken, dass das Postauto riecht, als hätte darin eine Reggae-Party stattgefunden, dürfte also gegen Null gehen.

Folglich wird die Vorgabe „auffälliger Geruch“ in der Praxis wohl eher keine große Rolle spielen, zumal sie bei Waffen, Sprengstoff und Dopingmitteln auch nicht zum Tragen kommt.

Es wird dann wohl tatsächlich auf die andere Vorgabe mit der messerscharf präzisen Definition „anderweitig verdächtig“ hinauslaufen. Genau! „Anderweitig verdächtig“ – darunter kann sich doch jeder sofort ganz konkret etwas vorstellen, oder etwa nicht?

Dummerweise ist es so, dass die meisten Pakete sich zwar in Größe und Gewicht unterscheiden, darüber hinaus aber irgendwie doch alle gleich aussehen, zumindest insofern, als dass das Äußere keinen Rückschluss auf den Inhalt zulässt. Außer vielleicht, wenn eine einzelne CD oder LP in der dafür typischen Verpackung versandt wird. Was jedoch uninteressant ist, da der Staat ausdrücklich nicht auf der Jagd nach Tonträgern ist, wenn sie nicht gerade das Horst-Wessel-Lied beinhalten.

Wodurch zeichnet sich also konkret ein „anderweitig verdächtiges“ Päckchen oder Paket aus? Wie will man bei der bloßen äußeren Inaugenscheinnahme eines transportfest verschlossenen Pappkartons Anhaltspunkte dafür ausmachen, ob sich darin eine neun Millimeter Luger, ein Kilo Koks, eine signierte Erstausgabe von „Mein Kampf“ oder nur ein Hochleistungs-Netzteil für einen Computer-Server befindet?

Man braucht kein ausgewiesener Hirnakrobat zu sein, um sich darüber im Klaren zu sein, dass das schier unmöglich ist und daher fortan anhand von reiner Kaffeesatz-Leserei, unter fadenscheinigen Begründungen oder lediglich aufgrund der amateurhaften Einschätzung eines ungelernten Hilfsarbeiters jedwede Postsendung vom jeweiligen Zustelldienst ohne richterlichen Beschluss willkürlich geöffnet und durchsucht werden kann. Und das ganz dreist im Auftrag des Staates.

Weiterhin muss man auch nicht mit Hellseher-Qualitäten gesegnet sein, um sich ausmalen zu können, dass dieses Gesetz einen völlig neuen Zweig von organisierter Kriminalität beflügelt, denn bald schon werden findige Halunken auf die Idee kommen, ihr fähigstes Personal bei den Zustelldiensten einzuschleusen, die dann zahlreiche Pakete öffnen werden, was die Empfänger ja nicht mitbekommen, da sie nur merken, dass ihr Paket geöffnet wurde. Die Sendungen mit wertvollem Inhalt gehen dann rein zufällig auf dem Postweg verloren. Und das alles angeblich nur, um ein paar harmlosen Kiffern, die niemandem etwas tun, das Handwerk zu legen.

Erst recht braucht man kein Nobelpreis-Aspirant zu sein, um zu erkennen, dass „unsere“ Regierung ein neues Tor zur Hölle sperrangelweit öffnet und mal eben das Postgeheimnis stillschweigend durch die Hintertür auf dem Altar der „Church of Corona“ opfert.

Aber warum sollte das die Bürger aufregen? Es ist doch nur ein weiteres Grundrecht von vielen, mit dem man sich fortan gepflegt den Hintern abwischen kann. Eine feine Sache in einer Zeit, wo immer mal wieder das Klopapier knapp wird.

Corona-Diktatur, Teil 502

In einem Interview mit dem Focus sagte der Corona-kritische Infektiologe und frühere Professor der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, Matthias Schrappe:

„Ich würde die Kanzlerin natürlich gern beraten, wenn sie eine andere Stimme hören wollte. Aber ich rechne nicht damit, dass sie anruft. Frau Merkel hat sich in einen Tunnel vergraben. In der Risikoforschung nennt man das Kuba-Syndrom, wenn sich eine Führungsgruppe nur mit Menschen umgibt, die alle der gleichen Meinung sind. Dann gibt es nur die dauerhafte Fortsetzung von Fehlern.“

Fürwahr, harte Worte, die so manch Merkeltreuem jetzt wohl die Tränen der schieren Verzweiflung in die Augen treiben mögen.

Am meisten verwundert uns an diesem Statement jedoch die Bezeichnung „Kuba-Syndrom“: Korrekt müsste es nämlich „Berlin-Syndrom“ heißen, denn tatsächlich handelt es sich bei diesem Verhalten um eine schöne, alte, deutsche Kanzler-Tradition. Bereits einer ihrer Vorgänger, lang lang ist’s her, locker achtundachtzig Jahre, umgab sich ausschließlich mit Claqueuren, die ihm stets nur das sagten, was er hören wollte, und er hat ihnen im Gegenzug alles geglaubt, was sie sagten, weil er es tatsächlich hören wollte.

Nur so kann man sich dann auch erklären, dass er – wie in Watte gebettet im trauten Komfort seiner Filterblase – auf dem Planungstisch Armeeteile verschob, die längst nicht mehr existierten, und noch vom „Endsieg“ schwadronierte, als ihm bereits die russische Artillerie um die Ohren flog.

Nichts, wirklich absolut nichts liegt uns ferner, als auch nur ein gutes Haar an diesem Wahnsinnigen zu lassen, aber er war wenigstens nach 12 Jahren wieder weg, und nachdem die beim Erkennen der wahren Ausmaße der gemeinsam verursachten Katastrophe einsetzende Schockstarre überwunden war, konnte man sich immerhin erfolgreich dem Wiederaufbau widmen.

Dahingegen steht leider zu befürchten, dass der letzteres diesmal ausfallen wird, wenn das von der Rautenhexe verursachte lange Siechtum durch die geballte Entladung sämtlicher Konsequenzen all ihrer epochalen Fehlentscheidungen sein gleichermaßen abruptes wie irreversibles Ende finden wird.

Falls wir euch mit diesen mehr als düsteren Aussichten jetzt traurig, hoffnungslos oder gar verzweifelt gestimmt haben, raten wir euch als kleinen Trost, euch einfach fest darauf zu verlassen, dass das Leben stets verrücktspielt und daher auch angesichts des denkbar schlimmsten Schicksals immer noch eine unerwartete Prise Humor bereithält. Ihr werdet in dem Moment an uns denken, wenn die letzte Stimme, die ihr hört, bevor das Licht endgültig ausgeht, die von Claus Kleber sein wird, der euch freudig vermeldet, dass der Klimawandel nun endlich gestoppt sei und Angela Merkels Umfragewerte noch nie so hoch waren.

Und dann heißt es leise: Gute Nacht, John-Boy – gute Nacht, Elizabeth – gute Nacht, Mary-Ellen – gute Nacht, Jim-Bob – gute Nacht, Grandma!


(Autoren: Apo & die Stahlfeder)

(BUNTschau Februar 2021, Teil 3  <—> BUNTschau Februar 2021, Teil 5)

(Zur ersten BUNTschau 2016 gelangt ihr hier.)

Ein Kommentar zu „Die BUNTschau: Februar 2021 (Teil 4)

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