Die BUNTschau: Dezember 2020 (Teil 1)

Maaslose Heuchelei

Außenmini Heiko Maas von der SPD twitterte:

„Wir werden niemals schweigen, wenn Jüdinnen und Juden angegriffen werden. Die leider täglichen antisemitischen Übergriffe sind beschämend für unsere Demokratie – in Deutschland und in jedem anderen Land. Jede Bedrohung jüdischen Lebens ist eine Bedrohung für uns alle.“

Klingt erst mal gut, sind aber nur leere Worte eines hohlen Kopfes, wenn sie vom Außenminister einer Regierung stammen, die seit 2015 Millionen beinharte Antisemiten ins Land gelassen hat. Aber das interessiert Heiko Maas eh nicht, der meldet sich eh nur zu Wort, wenn’s ausnahmsweise mal ein Biodeutscher war; zum Normalfall, der nicht von Hans oder Peter ausgeht, vernimmt man von ihm nur brüllend lautes Schweigen.

Besonders absurd ist die Formulierung „in Deutschland und in jedem anderen Land“ – wäre er ehrlich, hätte es heißen müssen „in jedem anderen Land außer Israel“. Es ist nämlich die Bundesrepublik Deutschland unter Außenminister Maas, die bei den Vereinten Nationen so ziemlich jeder noch so absurden Resolution irgendeines Schurkenstaates gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt zustimmt.

Wie der Herr, so das Gescherr

Die Jugendorganisation von Heiko Maas‘ SPD, die Jusos, oder – um ihre Absichten klarzumachen – unabgekürzt die Jungsozialisten, hielten ihren virtuellen Bundeskongress ab.

Dass sie dabei mal wieder davon schwadronierten, den Kapitalismus überwinden und den Sozialismus einführen zu wollen – geschenkt. Dass wir hier nur noch 20% Restkapitalismus haben, die immerhin dafür sorgen, dass wir nicht alle verhungern müssen, und dass für alle Probleme, die wir haben, nicht die 20% Restkapitalismus verantwortlich sind, sondern die 80% Sozialismus, werden sie nie verstehen. Sozialisten sind wie Blinde, die auf ihren Blindenhund eintreten. Wenn er dann irgendwann tot ist, laufen sie halt gegen jeden Baum, bis sie selbst tot sind.

Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm, hier kommt der Maas-Bezug: Auf ihrem Bundeskongress haben die Jusos die Fatah-Jugend zu ihrer Schwester-Organisation erklärt.

Die Fatah-Jugend wird von mehreren Stellen als extremistisch eingeordnet, unter anderem vom American Jewish Committee in Berlin. Das Existenzrecht Israels wird von der Fatah-Jugend abgelehnt, stattdessen zum Boykott aufgerufen. Das Logo der Organisation ist eine Landkarte Israels, gefärbt in den Farben der palästinensischen Autonomiebehörde. Während einer Demonstration der Fatah-Jugend im Westjordanland im Jahr 2018 trugen Mitglieder Sprengstoffgürtel-Attrappen und riefen zum Kampf gegen Israel auf. Die palästinensischen Führer sowohl von der Fatah als auch der Hamas wollen erklärtermaßen keinen Frieden mit Israel, sondern die Juden vertreiben. Am liebsten ins Meer.

Ja, liebe Jusos, feine Freunde habt ihr da! Könnt ihr haben, aber bitte erzählt uns nie wieder, ihr seid gegen irgendwelche herbeihalluzinierten Nazis!

Weihnachtsbaum

Im Reichstaggebäude wurde wieder ein Weihnachtsbaum errichtet. Man könnte sich fast freuen, dass immerhin noch so viel an der westlichen Kultur festgehalten wird, die man dort sonst mit allen Mitteln bekämpft, wenn da nicht ein kleiner Haken wäre:

Statt der üblichen Kugeln, die traditionell an Weihnachtsbäumen hängen, ist das Ding mit nachgebauten bunten Corona-Viren geschmückt.

Geschmack- und instinktloser geht es beim besten Willen nicht mehr. Das ist ein Schlag direkt in die Fresse für alle Corona-Opfer, und zwar mit Anlauf. Wie mögen sich wohl die Hinterbliebenen fühlen, sowohl der Toten, die am Virus starben, als auch der Toten durch verschobene Operationen und Behandlungen? Oder der Toten, die sich aus Verzweiflung über ihre zerstörte Existenz das Leben nahmen? Wie mag das wohl auf all jene wirken, die derzeit aufgrund des Virus, oder treffender ausgedrückt aufgrund der schwachsinnigen Maßnahmen der Regierung, ihren Arbeitsplatz oder ihre Firma verloren haben, die vor dem Ruin stehen, vor den Trümmern ihres Lebenswerks, und weder ein noch aus wissen?

Besonders schön dürfte es sich für all diese Leute anfühlen, wenn sie mal kurz darüber nachdenken, dass dieser unfassbare Dreck von ihren Steuergeldern bezahlt wurde.

Danke für NICHTS, liebe „Volksvertreter“.

The Never Ending Story

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen hatten beschlossen, der Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen bis zum 10. Januar zu verlängern. Ja, dass es bis zum 10. Januar gehen sollte, darüber herrschte Einigkeit. Lediglich auf das exakte Jahr wollte sich die Expertenrunde zunächst noch nicht so genau festlegen.

Der Bundeshosenanzug dampfte die Gesamtsituation – wohl eher versehentlich – auf einen einzigen sybillinischen Satz zusammen:

„Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist.“

Diese Aussage war, wenn man sie in den richtigen Zusammenhang bringt, fast schon prophetisch, denn der ursprünglich nur für den November angekündigte sogenannte „Wellenbrecher-Lockdown“, also kurz und hart, wie es zuerst hieß, bevor man ihn mehr oder weniger sang- und klanglos einfach mal über den Dezember hinweg verlängerte, hat auch in der ersten Verlängerung immer noch nicht das erhoffte Ergebnis geliefert.

Fassen wir kurz zusammen: Es existiert eine akute Bedrohungslage mit zahlreichen bisher unbekannten Faktoren, und man ordnet sicherheitshalber eine Reihe zutiefst autoritärer Maßnahmen an, die man mit dem Notstand rechtfertigt. Kann man ausnahmsweise mal machen, wenn man wirklich nicht mehr weiter weiß.

Nach einer Weile stellt man jedoch fest, dass diese Maßnahmen zwar desaströse Kollateralschäden verursachen, aber ansonsten ihr Ziel verfehlen. Was macht man dann? Genau: Man verlängert und verschärft die wirkungslosen Maßnahmen! Klingt doch logisch, oder?

Das ist ungefähr so, als wäre man krank und bekäme eine Medizin verabreicht, die zwar kaum gegen die eigentliche Krankheit hilft, dafür aber Nebenwirkungen hat, die einen fast umbringen. Da nimmt man die Medizin doch auch brav immer weiter ein und erhöht vorsichtshalber noch ein wenig die Dosis, oder etwa nicht?

Wer jetzt entsetzt aufschreit „nein, natürlich nicht, das ist doch der pure Irrsinn“, hat leider das Prinzip „Staat“ absolut nicht verstanden und sollte tunlichst Abstand nehmen von jedweden Ambitionen, irgendwann vielleicht mal in die Politik zu gehen. Das wird nix! Mit so einer Einstellung bringt man es noch nicht mal zum SPD-Ortsvorsteher von Quadrat-Ichendorf! Chancenlos!

Am 4. Januar trifft sich das Koryphäen-Kränzchen übrigens wieder, um darüber zu beraten, wie es – natürlich abhängig von der dann aktuellen Infektionslage – anschließend weitergehen soll.

Zumindest ist es das, was sie uns erzählen. Wer ernsthaft glaubt, dass auch nur der Hauch einer Chance besteht, dass es bereits im Januar zu ersten Lockerungen kommt, also VOR Karneval, der muss sich die letzten neun Monate mit dem Hammer gekämmt haben.

Man muss beileibe kein Hellseher sein, noch nicht mal ein alubehüteter Verschwörungstheoretiker, um mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit orakeln zu können, dass es längst beschlossene Sache ist, die Nummer noch bis mindestens nach Ostern durchzuprügeln. Der einzige Grund, warum sie uns das nicht klipp und klar sagen, sondern immer wieder irgendwelche absehbaren Daten wie den 30. November oder den 10. Januar nennen, ist, um uns ruhigzustellen. Salami-Taktik in Formvollendung. Tatsächlich ist es jedoch, was es immer ist, wenn irgendwo „Staat“ drauf steht: Die ultimative Vollverarschung. Es war nie anders und wird auch nie anders sein.

Oldies But Goldies

Jeder kennt den berühmten Spruch: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Daher sind wir natürlich bemüht, möglichst aktuelle Geschehnisse zu finden, die sich dazu eignen, von uns liebevoll filetiert zu werden.

Genau gegenteilig verhält es sich mit einem edlen Whiskey, der umso besser schmeckt, je länger er im Fass gereift ist.

In extrem seltenen, absoluten Ausnahmefällen gibt es auch mal Nachrichten, die sich analog zum Whiskey entwickeln. Also solche, die zum Zeitpunkt ihrer Aktualität keinen Hund hinterm Sofa hervorgelockt haben, um dann Monate später, im Kontext einer sich stetig verändernden Welt, erst ihr volles Aroma zu entfalten.

Am 28. August flatterte uns eine Meldung in die Redaktion, die nicht die leiseste Chance hatte, es in die BUNTschau zu schaffen: Thematisch weit weg, inhaltlich unspektakulär und null Potential für eine noch so müde Pointe. Heute, nur knapp 20 Wochen später, stellt die bloße Headline jedwede Pointe in den Schatten. Timing ist alles! Daher präsentieren wir sie Ihnen jetzt, wo ihre Zeit gekommen ist, unkommentiert, gut gereift, leicht abgehangen und besonders kraftvoll im Abgang:

Deutschland warnt Simbabwe vor Freiheitseinschränkungen wegen Corona.

(Autor: Die Stahlfeder)

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3 Kommentare zu „Die BUNTschau: Dezember 2020 (Teil 1)

  1. Auf die Verlängerung des Lockdowns passt das Einstein zugeschriebene Zitat:
    Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

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