Die BUNTschau: September 2020 (Teil 2)

Hier ist die Erste Deutsche BUNTschau mit den Irrsinnsthemen des Monats September (Teil 2):

„Marktversagen“

Der „Deutsche Städtetag“ fordert die Verstaatlichung der Innenstädte, denn vielen Einkaufszonen in Deutschland droht die Verödung – nicht nur wegen Corona. Zudem seien die Mieten in zentralen Lagen unverändert hoch. Es wird behauptet, dass mittlerweile sogar die Wirtschaft es so sieht, dass der freie Markt keine Lösung für dieses Problem bietet.

Selten haben wir so viel hanebüchenen Schwachsinn in so wenigen Zeilen lesen müssen. Das alles ist so dermaßen dumm und falsch, dass noch nicht mal das Gegenteil richtig ist.

Zunächst einmal: Welcher „freie Markt“ bitte? Den haben wir in Deutschland schlicht und ergreifend nicht. Der Staat hat überall seine macht- und geldgierigen Finger mit im Spiel, alles ist bis ins kleinste Detail durchreguliert. Wer vor diesem Hintergrund vom „freien Markt“ fabuliert, gehört in eine geschlossene Anstalt verbracht.

Wer zum Einkaufen in die Innenstadt will, muss sich dafür todesmutig mit dem eigenen Kfz auf eine Odyssee begeben, in deren Verlauf er aufgrund einer durch und durch ökofaschistisch-verseuchten, autofeindlichen Stadtplanung dank Terror-Ampelphasen stundenlang sinnlos im Stau steht, dabei von wildgewordenen Radfahrern angepöbelt wird, um nach zehnmal um den Block kurven noch nicht mal mehr einen Parkplatz im absoluten Halteverbot zu ergattern. Die Alternative, sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht nur lauter Deo-Verweigerern, sondern an gewissen Haltestellen auch akuter Gefahr für Leib und Leben auszusetzen, klingt keineswegs verlockender.

Und das alles nur, um sich dann – voller Stresshormone endlich im Geschäft angekommen – sagen zu lassen: „Haben wir nicht im Lager, ist aus, wird frühestens nächste Woche geliefert, kommen Sie dann nochmal wieder!“

Das Internet hingegen hat 24 Stunden am Tag geöffnet, man sitzt beim Einkauf bequem in den eigenen vier Wänden, kann in aller Ruhe die Produkte und Preise aller Anbieter vergleichen, inklusive Schnäppchen mit Gebrauchtware, dazu begleitend Bewertungen, Rezensionen und Erfahrungsberichte lesen, und am nächsten Tag wird die bestellte Ware in aller Regel schon geliefert, direkt nach Hause. Und wenn’s nicht gefällt, kann man’s einfach zurückschicken und kriegt den vollen Kaufpreis erstattet. Ohne Diskussion. Wen wundert es da, dass Online-Shopping im Direktvergleich in jeglicher Hinsicht attraktiver ist?

Es ist eine natürliche Entwicklung in der Menschheitsgeschichte, dass sich eine neue, bessere Idee früher oder später durchsetzt: Seit es Waschmaschinen gibt, klöppelt niemand mehr seine Garderobe im nahgelegenen Bach. Seit es Telefone gibt, verständigt man sich nicht mehr über Rauchzeichen. Seit es Autos gibt, fährt niemand mehr mit der Postkutsche in die nächste Stadt.

Dass der Einzelhandel in der Form, wie wir ihn kennen, früher oder später durch das Internet obsolet wird, ist eine Entwicklung, die man zwar mit immensem Aufwand künstlich verlangsamen, aber nicht verhindern kann.

Die wahre Ironie dieses unabwendbaren Schicksals besteht darin, dass ausgerechnet der Staat, den man jetzt um Abhilfe anbettelt, diese Entwicklung sogar noch im Turbogang beschleunigt hat, durch gleich drei entscheidende Faktoren: Erstens sind die beklagten hohen Mieten zu einem erheblichen Teil auf staatliche Interventionen zurückzuführen, denn der Staat ist der größte Preistreiber auf dem Mietmarkt. Zweitens macht der Öko-Wahn fast aller deutschen Städte, in denen vornehmlich rot-grün gewählt wird, Autofahrern das Leben zur Hölle. Drittens hat der staatlich verordnete Corona-Lockdown selbst hartnäckigste Internet-Muffel zwangsweise zu Online-Käufern werden lassen, wodurch etliche von ihnen erstmalig die angenehmen Seiten dieser Variante schätzen lernten und gleich dabei blieben.

Wenn jetzt also behauptet wird, es läge ein „Problem“ vor und der Markt habe keine Lösungen, so ist das gleich doppelt falsch: Es ist kein Problem, sondern Teil einer natürlichen Entwicklung, und das angeprangerte „Veröden der Innenstädte“ ist bereits die Lösung, die der traurige Rest von Marktwirtschaft, der uns geblieben ist, dafür gefunden hat. Ein tatsächliches Problem stellt das nur dar für Menschen, die nicht in der Lage sind, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich Veränderungen, die niemand auf Dauer verhindern kann, anzupassen. Oder besser gesagt: Diese Menschen sind das Problem, weil sie jetzt nach Verstaatlichung schreien.

Staatsgläubige und Marxisten liegen grundsätzlich falsch in allem, was sie sagen, das liegt in der Natur der Sache. Nur eins beherrschen sie aus dem Effeff: Lügenpropaganda. Und ihre größte Meisterleistung besteht darin, dass sie es stets von Neuem schaffen, das permanente Staatsversagen zum Marktversagen umzulügen und als vermeintliche „Lösung“ noch mehr Staat, also noch mehr vorprogrammiertes Versagen, anzudienen.

Allerdings hat ein Volk von Ökonomielegasthenikern, das diesen offensichtlichen Schwachsinn immer wieder glaubt, nichts anderes verdient.

Systempresse-Sterben von seiner schönsten Seite

Ein ganz schwerer Schlag für die Mitarbeiter des Druckzentrums der Funke Mediengruppe in Erfurt: Angesichts sinkender Auflagen und einer veralteten Drucktechnik hat sich der Essener Medienkonzern entschlossen, das Zentrum Ende kommenden Jahres zu schließen.

Für die Menschen, die nun ihren Job verlieren, tut uns das aufrichtig leid, aber es ist die logische Folge von „sowas kommt von sowas“.

Wie das Internet-Portal „Thüringen Jetzt“ treffend schreibt:

„Beobachter sehen in dem Prozess, bei dem nahezu alle Regionalzeitungen in Deutschland massiv an Auflage verlieren in Thüringen, die zusätzliche Problematik der spürbaren politischen Unausgewogenheit, die den politischen Wirklichkeiten im Freistaat nur noch selten gerecht wird.“

Es ist beruhigend, dass selbst im 70%-Sozialismus, in dem wir real leben, die traurigen Restbestände des Marktes immer noch einwandfrei funktionieren.

Merke: Der Markt hat immer Recht, sogar im Kommunismus.

Elektro-Auto-Sterben von seiner schönsten Seite

Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, galt im Jahr 2014 als Vordenker, als er ankündigte, die Regierungsfahrzeuge der Stadt durch Elektro- und Plug-in-Hybridautos ersetzen zu wollen. Dazu gehörten auch die Polizeiautos. BMW erhielt damals den Zuschlag für die Lieferung von jährlich hundert BMW i3 an das Los Angeles Police Department (LAPD) für drei Jahre ab 2016.

BMW lieferte wie versprochen jährlich hundert i3 in der Version mit 22-Kilowattstunden-Batterie, berichtet die amerikanische Elektroauto-Nachrichtenwebsite „The Current Review“. Obwohl sich der Bürgermeister von Los Angeles über den Schritt in Richtung Elektromobilität freute, schien das Programm nicht gerade ein Erfolg zu sein. Inzwischen finden sich auf der Website des an den Randgebieten von Los Angeles ansässigen Autohändlers New Century BMW zuhauf die gebrauchten Mini-Stromer von BMW.

Mit anderen Worten, wie der „Focus“ so treffend titelte:

„Bald auch in Deutschland? US-Polizei verramscht ihre Elektroauto-Flotte!“

Fazit: Selbst im linksgrün-versifften Kalifornien kann sich noch nicht mal die Staatsmacht dem ernüchternden Aufprall entziehen, wenn ökostalinistische Hirngespinste auf die verdammte Realität treffen.

It’s Not COVID, Stupid!

Einer der zwei Bewerber um die kommende US-Präsidentschaft stammelte dieser Tage bei einer öffentlichen Ansprache:

„COVID is taken this year, just since the outbreak, has taken more than 100 years. Look, here’s, the lives, it’s just, it’s, I mean think about it. More lives this year than any other year for the past 100 years.”

Wir würden das gerne übersetzen, doch ist das leider nicht möglich, denn die deutsche Sprache mit all ihrer Präzision ist nicht in der Lage, diesen hanebüchenen Unfug auch nur ansatzweise abzubilden.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Mann, den wir hier wörtlich zitieren, gar nicht von Corona, das laut seiner Aussage bereits seit 100 Jahren im Umlauf ist und erst dieses Jahr so richtig ausgebrochen ist, spricht, sondern von seinem ganz persönlichen Handicap: Demenz.

Nichts gegen Menschen mit Demenz, das ist ein trauriges Schicksal, das man niemandem wünscht. Aber man sollte mit dieser Problematik nicht US-Präsident werden.

Daher an dieser Stelle ein kleiner Appell an unsere amerikanischen Freunde: Forget about Joe Biden, or he will forget about you – all too soon!

(Autor: Die Stahlfeder)

(BUNTschau September 2020, Teil 1 <—> BUNTschau September 2020, Teil 3)

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