»Corona« als Rechtfertigung für die totale Überwachung?

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nichts mehr zu dem Coronavirus zu veröffentlichen. Nicht nur, weil das Thema unglaublich nervig und anstrengend geworden ist, sondern auch, weil es eine sowieso schon tief gespaltene Gesellschaft noch aggressiver aufeinander eindreschen ließ und lässt. Wie im Zeitalter der Entklärung üblich, sind sämtliche Fronten verhärtet, kaum jemand scheint sich Fehler eingestehen zu können, obwohl das eigentlich keine große Sache ist.

Ich zum Beispiel habe meine Meinung zu diesem Virus im Laufe der Monate geändert. Anfangs, als die Situation noch unklar war, war ich, wie so viele, auf höchster Alarmstufe und entsprechend vorsichtig. Ich rechnete mit dem Schlimmsten und es war uns als Familie vollkommen klar, entsprechende Vorkehrungen zu treffen und Sicherheitsmaßnahmen sorgfältig einzuhalten. Knapp 12 Wochen am Stück verließen wir unsere Wohnung in Peking nicht. Am Ende sollte es sich vielleicht sogar um eine neue „Spanische Grippe“ handeln.

Ich bin kein Virologe und beanspruche nicht, DIE Wahrheit bzgl. Corona gepachtet zu haben. Nach einem knappen Dreivierteljahr der empirischen Erfahrungen und Entwicklungen ziehe ich persönlich jedoch folgendes Zwischenfazit: Der Hype um dieses Virus ist a) meines Erachtens vollkommen überzogen und steht b) in keinem Verhältnis mehr zu den freiheitseinschränkenden und radikalen Maßnahmen, welche die Bewohner ganzer Länder in Gefängnisinsassen transformieren sowie Existenzen, Ersparnisse und Unternehmen insbesondere kleiner und mittlerer Größe sukzessive vernichten. Vieles deutet darauf hin, dass ein erneutes (staatliches) Verbrechen an großen Teilen der Menschheit im vollen Gange ist. Und nein, habe deswegen keinen Aluhut auf. (Besonders lustig, sollten solche Gedanken bei jenen aufkommen, die gegenwärtig so herumlaufen.)

Ich gehe mittlerweile sogar soweit und behaupte, dass dieses Virus in erster Linie als vorgeschobene Rechtfertigung für (noch) schrankenloseres Staatswüten herhalten muss. Ich weiß, dass viele vor mir bereits wesentlich vehementer auf diesen Umstand eingegangen sind. In mir schwirrte lange die Annahme oder die (vielleicht naive) Annahme, man habe es simultan mit zwei ernst zu nehmenden Gefahren zu tun: Corona einerseits und die staatlichen Repressalien, die diesem Virus in aggressiver Form entweichen würden. Einem Virus, das nach meiner Auffassung mehr und mehr die Rolle eines Trojanischen Pferdes einnimmt. Dass die Repressalien entweichen würden, war traurigerweise jedoch von Anfang an klar.

Je mehr ich allerdings beobachte, desto offensichtlicher wird der Umstand, dass das eigentliche Virus einmal mehr die flächendeckende Implementierung des Sozialismus ist, und Corona lediglich den „nützlichen Idioten“ zu diesem Zwecke darstellt.

Glaubt wirklich jemand, etwas wie die „Corona-App“ wird jemals wieder verschwinden? Oder, um es genauer auszudrücken: Die Idee dahinter, nämlich dass – je nach Grad des Leviathans – jeder Bürger permanent mit seinem „Smartphone“ unterwegs sein muss, um selbst die grundlegendsten Geschäfte und Einrichtungen betreten zu dürfen. Heute wird auf „Corona“ getestet, morgen auf die „richtige“ Gesinnung, um am gesellschaftlichen Leben partizipieren zu können. Dagegen verkommt das Orwell’sche Schreckensszenario zu einem Streichelzoo.

Hier eine Auswahl an Punkten, die mich immer skeptischer werden ließen.

  1. Würde es sich um eine tatsächliche Pandemie im Stile der Beulenpest oder der „Spanischen Grippe“ handeln, müsste jeder von uns mindestens eine Person im eigenen Verwandten- oder Bekanntenkreis haben, die daran gestorben ist. Sind wir ehrlich: Dem ist nicht so. Zum Glück! (Bizarrerweise scheinen einige Leute regelrecht enttäuscht zu sein, dass es sich bei Corona nicht um den Killervirus handelt, als der er uns seit Anfang des Jahres Angst machen soll. Jedenfalls kommt es mir so vor.)
  2. Eigene Verwandte, die in Krankenhäusern arbeiten oder aus anderen Gründen ins Krankenhaus müssen, berichten von vollständiger Leere. Würde es sich um eine tatsächliche Pandemie handeln, müssten doch so gut wie alle Krankenhäuser eines Landes aus allen Nähten platzen (nicht nur in vereinzelten Regionen, in denen dies in der Tat der Fall war, aber ebenfalls mehrere Gründe hatte). Zumindest sollte man jedoch annehmen, dass Krankenhäuser während einer Pandemie coronatechnisch nicht null Patienten verbuchen!
  3. Die Zahl der „Coronatoten“ wird künstlich nach oben geschraubt, nachdem beispielsweise selbst Personen, die auf vollkommen andere Art und Weise ums Leben kamen (beispielsweise durch einen Autounfall), jedoch hinterher positiv auf Corona getestet werden, als „Coronatote“ in die Statistik eingehen.
  4. In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Fall aus den USA, wonach ein älterer Herr altersbedingt verstorben war. Dem Sohn wurden von den Behörden 10.000 $ geboten, sofern er seinen Vater als „Coronaopfer“ deklariere. Ein Einzelfall?
  5. In dieselbe Kerbe schlägt der Umstand, dass Ärzte schon ausgesagt haben, dass gerade in Krankenhäusern sehr gerne Totenscheine auf Corona ausgestellt werden, da es dann auch ohne spezielle Behandlung die Pauschale gibt, und einigen auch mit einer Kündigung gedroht wurde, sollten sie das in Frage stellen. Welche Auswirkungen das auf die Glaubwürdigkeit der offiziellen Zahlen hat, sollte sich jeder selbst erschließen können, zumal doch nicht wirklich jemand glaubt, das seien alles Einzelfälle.
  6. In meiner Verwandtschaft gab es einige „positiv“ auf das Virus getestete Fälle (März/April). Entsprechende Personen haben einfach überhaupt nichts getan, fühlten sich ein paar Tage nicht sonderlich gut (wie bei einer Grippe), aber danach bzw. seitdem ist alles wieder normal, sprich keine Beschwerden. Zum Glück. Selbst wenn es Langzeitfolgen geben mag (wofür es meines Wissens keinen Beweis gibt), rechtfertigte dies in keinster Weise den Umstand, ganze Länder in ein Gefängnis zu verwandeln und gesamte Volkswirtschaften an die Wand zu fahren. Das bedeutet im Umkehrschluss übrigens keinesfalls, keine Rücksicht auf sogenannte Risikogruppen nehmen zu wollen.
  7. Das bringt uns schließlich zu dem Punkt, dass die „Corona-Tests“ vollkommen ineffizient und nicht aussagekräftig sind. Neben dem Umstand, dass selbst Ziegen, Papayas und Jackfrüchte positiv auf das Virus getestet wurden, haben von 100 „positiv getesteten“ Personen 88 das Virus überhaupt nicht.
  8. Metastudien kommen zu dem Ergebnis, dass bei den eingesetzten PCR-Tests mit etwa 2% Falschpositivergebnissen zu rechnen ist. D.h. für 1000 durchgeführte Tests ist mit rund 20 positiven Ergebnissen zu rechnen, selbst wenn der Virus überhaupt nicht existieren würde. Die Zahl der positiv getesteten Personen wird also niemals bei Null liegen können, selbst nach Einführung eines 100% zuverlässigen (gibt es das überhaupt?) Impfstoffes. Darüber hinaus weisen die offiziellen Teststatistiken des RKI bereits seit Kalenderwoche 20 (11. Mai) eine Positivrate von unter 2% aus – damit sind spätestens seither alle ausgewiesenen „Infektionen“ statistisch völlig insignifikant, vielleicht sogar überhaupt nicht existent.
  9. Des Weiteren ergeben sich zunehmend interessante Phänomene bezüglich positiver Testergebnisse, Hospitalisierungsrate und Sterblichkeit. Hier gibt es aufschlussreiche Zahlen aus der Schweiz (z.B. Kanton Thurgau), wonach die Fallzahlen zwar ansteigen, die Mortalität jedoch nicht. Für den erwähnten südlichen Kanton Thurgau etwa bleibt die Todesrate flach, obwohl eigentlich immer mehr Menschen positiv getestet werden. Außerdem ist überhaupt keine messbare Übersterblichkeit für das Jahr 2020 feststellbar. Und das obwohl in der Schweiz ob seiner ihrer Nähe zu Italien laut offizieller Zahlen im Schnitt eine von 223 Personen positiv getestet wurde, im Gegensatz zu Deutschland mit einem weitaus höheren Wert von einer Person pro 388 (s. John Hopkins Dashboard). Was heißt das? Ist der Virus am Ende gar harmlos?
  10. Eine Frage: In Deutschland erreichte die Positivrate laut o.g. Dashboard Ende März 2020 ihren Höhepunkt und nahm ab dann stetig ab – und das ganz ohne Maskenpflicht. Warum sollte sie dann nun von einem weitaus niedrigeren Niveau wieder ansteigen, wenn keine Masken getragen werden? Wäre dies ein Effekt des Lockdowns, warum sehen wir nicht unmittelbar nach seiner Aufhebung einen erneuten steilen Anstieg?
  11. Eine weitere Frage: Warum nehmen die Fallzahlen laut dem o.g. Dashboard gerade jetzt in Ländern der Südhalbkugel zu, während sie auf der Nordhalbkugel abgenommen haben und auf niedrigem Niveau verbleiben? Könnte es vielleicht sein, dass Infektionskrankheiten im Winter häufiger, im Sommer seltener auftreten und Lockdown & Masken gar nichts mit dem Rückgang hierzulande zu tun haben? Könnte es bei uns vielleicht einfach Sommer und in Argentinien Winter geworden sein?
  12. Mein letzter Punkt betrifft einen möglichen Impfstoff, denn auch hier erleben wir augenblicklich Interessantes. Normalerweise dauert es viele Jahre, manchmal gar Jahrzehnte, bis ein wirksamer Impfstoff für den Markt freigegeben wird. Ein solcher besteht in der Regel aus abgetöteten oder abgeschwächten Erregern, die eine Immunantwort hervorrufen, was bedeutet, dass entsprechende Antikörper oder T-Helferzellen ausgebildet werden. Im Falle von Corona ist man aufgrund von Zeitnot scheinbar jedoch dazu übergegangen, einen Impfstoff zusammenzurühren, der in die Boten-RNA eingreift. Sollte auf diesem Wege innerhalb kurzer Zeit ein (am Ende womöglich „verpflichtender“) Impfstoff bereitgestellt werden, hätte ich zumindest ein mulmiges Gefühl. Noch bizarrer wirkt der Umstand, wenn Leute, die sich über jeden genmanipulierten Apfel empören, keinen Grund zur Besorgnis verspüren, wenn ihr eigenes Erbgut betroffen sein sollte.

Wie gesagt: Ich bin kein Corona-Experte, kein Virologe und kein Immunbiologe und habe auch kein Problem damit, meine Meinung bei überzeugenden Gegenargumenten und Belegen entsprechend zu ändern. Handelt es sich bei „Corona“ sehr wohl um ein „Killervirus“, das es rechtfertigt, die Welt mit Gesichtsmasken- und Handytragezwang zum „Steuern“-erwirtschaften zu schicken?


Unterstützt bitte auch meinen YouTube-Kanal:

10 Kommentare zu „»Corona« als Rechtfertigung für die totale Überwachung?

  1. Den Tenor Ihres Artikels teile ich. Wenn Sie allerdings schreiben…

    „…jeder Bürger permanent mit seinem „Smartphone“ unterwegs sein muss, um selbst die grundlegendsten Geschäfte und Einrichtungen betreten zu dürfen. Heute wird auf ‚Corona‘ getestet, morgen auf die ‚richtige‘ Gesinnung, um am gesellschaftlichen Leben partizipieren zu können“

    … dann vermisse ich zumindest als Referenz einen Vergleich mit dem, was laut Hörensagen an Ihrem eigenen Wohnort China bereits zu existieren scheint, nämlich einem dortigen „Sozialkredit“-System. Lediglich noch ohne Smartphone-Beteiligung.

    1. Fragen Sie doch einfach, wenn tatsächlich ein Interesse an hiesigen Lebensumständen bestehen sollte (was ich bezweifle).

      Ja, selbstverständlich existiert die „Corona-App” in China (zwei Google-Klicks), und ja, selbstverständlich war und ist sie der Prototyp sowie der feuchte Traum für alle nach Sozialismus hechelnden Etatisten weltweit, insbesondere natürlich in Deutschland. (Allerdings fand sie auch sehr rasch in Hong Kong, Südkorea, Singapur etc. Anwendung.) Das sich in der Testphase befindende, aber selbstverständlich ebenfalls existierende, wenngleich seit gefühlten Jahren bekannte „social credit system“ in (zumindest bisher) vereinzelten (!) Regionen Chinas war allerdings schon vorher existent (und selbstverständlich MIT Smartphone-Beteiligung). Dass es mit der „Corona-App“ kombiniert wird, war mir – zumindest bisher – nicht bewusst (liegt auch daran, dass mich die hiesige Politik nicht sonderlich interessiert. Korrektur: zu interessieren hat), wäre aber nur logisch in einem totalitären Regime.

      Grüße

  2. Sie sind ziemlich frech, junger Mann, insbesondere, aber nicht nur, wenn Sie Kommentare löschen (auch eigene). Dann macht Kommunikation (auch in ironisch-narzisstischen Pirouetten) nicht mehr ausreichend Spass, um sie fortzuführen. Deshalb hier nur noch eine kurze Erläuterung:

    Wenn man sich Sorgen um Deutschlands freiheitlich-pluralistische Resilienz macht, so wie ich das tue, insbesondere im Vergleich zu den diesbezüglich guten Zeiten in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, dann interessiert einen ein perspektivischer Vergleich mit autoritären Gesellschaften, in denen Freiheit und Pluralismus immer schon eingeschränkt(er) waren. Und für einen solchen perspektivischen (also wohin könnte es laufen) Vergleich schien mir China vor dem Hintergrund von Autoritarismus UND technologischer Stärke sowohl allgemein interessant, als auch hier konkret im Kontext des dortigen Sozialkredit-Systems.

    Lassen wir’s dabei jetzt bewenden.

Schreibe eine Antwort zu Meinungsfreiheit 2.0 Antwort abbrechen