Der Amazon-Troll

Ich habe ein trolliges Haustier, das halbwegs schreiben kann und sich ständig neue Namen gibt, ungefähr so wie der lustige Beo einer Bekannten. Ich nenne es liebevoll Trolli. Es ernährt sich ausschließlich von sich selbst via Rezensionen verabreichenden Ego-Komplex-Streicheleinheiten. Sein natürliches Habitat ist Amazon. Nun musste meine überarbeitete Nihilismus-Party nach einer faktenfreien Ad-Hominem-Tirade (mit erfundenen Zitaten und schon fast autistischen, Verzeihung, artistischen Projektionen) dran glauben – so wie quasi alle Bücher, die Trolli „rezensiert“, und denen allen ein ungeheurer Makel gemein zu sein scheint, den Trolli einfach nicht akzeptieren will: Sie sind offenbar allesamt unter der teuflischen Annahme verfasst worden, ein freier Wille existiere. (Warum die überzeugenderen Argumente in der Tat dafür sprechen, kann der geneigte Leser in Trollis verhasstestem Buch, um das es hier gehen soll, nachlesen.) Das ist nun mal eine absolute Katastrophe, die schlaflose Nächte bereitet. Gut, wen juckt‘s, könnte man meinen. Nicht so Trolli, der seiner eigenen r-selektierten Genetik wegen nicht stubenrein werden will und sich daher innerlich genötigt fühlt, ständig mit Fäkalien zu werfen. Quasi eine Art Intellektuellen-Tourette in Stink.

Jaja, ich weiß, wieso holt man sich sowas ins Haus, wird sich der eine oder andere denken. Dazu sei gesagt: Trolli war nicht geplant. Er stand eines Tages in einer mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern versehenen, selbstgestrickten Hegeldecke, mit rosa Brille auf der Nase, Scheuklappen am Hirn und Trompete im Mund auf der Matte, vorzugsweise eine infantile Smiley-lol-Sprache brabbelnd – und die Windeln natürlich voll.

Dazu muss man sagen, dass Trolli bereits vor ein paar Jahren den Versuch startete, eine halbwegs normale Rezension zu verfassen, die er allerdings mit einer Mischung aus Tagebucheintrag und To-do-Liste verwechselte. Darin bat er um einen Gedankenaustausch, welcher u.a. eigene (Phantom-)Texte beinhalten sollte, und hinterlegte diesbezüglich seine E-Mail-Adresse.

Ich war zunächst selbst an möglichen neuen Sichtweisen interessiert und ging freundlich darauf ein. Ein Fehler, der seitdem kein zweites Mal geschah.

Schnell wurde in dem Schriftverkehr ersichtlich, dass Trolli sehr unsauber und planlos argumentierte. Das ist, wenn auch zeitraubend, an und für sich weder ein Problem noch eine Schande, schließlich lernen wir idealerweise alle regelmäßig hinzu. Problematisch, um nicht zu sagen anstrengend wird es, wenn das Anfängerlevel für der Weisheit letzter Schluss gehalten wird und auf Biegen und Brechen öffentlich gemacht werden muss (selbstverständlich nicht die eigenen Phantom-Texte, sondern nur diverse Invektiven), vergleichbar mit den vielen „Fridays-for-future“-Teenies, die dazu missbraucht werden, sich aufgrund einer von oben diktierten Polit-Agenda öffentlich zum Affen zu machen, ohne auch nur den geringsten Dunst über die Rolle von CO2 zu besitzen (also einstmaliges Schulwissen).

Ich kann mich noch daran erinnern, als ich zum ersten Mal Hans-Hermann Hoppes Der Wettbewerb der Gauner und Demokratie. Der Gott, der keiner ist sowie Roland Baaders Die belogene Generation gelesen hatte und, innerlich strampelnd, beide Autoren zunächst für einige Zeit „hasste“, nachdem sie sukzessive mein komplettes bis dato vorherrschendes, politisches Ideologie-Gebäude zum Einsturz brachten. Was ich tat: Eigene Unzulänglichkeiten und Fehler akzeptieren, mehr Fachliteratur zu entsprechenden Thematiken lesen und schließlich mit für mich wertvollem Erkenntnisgewinn aus der (nie abgeschlossenen) Reise hervorgehen. Natürlich ist keine dieser Erkenntnisse in Stein gemeißelt: Wird sie auf Basis von Logik und Vernunft widerlegt, wird auch sie wieder verlassen (mit einigen verhält es sich bereits so). Was ich jedoch nicht tat: Aus „verletztem Ehrgefühl“ und dogmatisch-verbohrter Dickköpfigkeit heraus jedes Buch verreißen, das mir in philosophischer, gesellschaftspolitischer und (sozio-)ökonomischer Hinsicht widersprach. Im Gegenteil: Die meisten meiner eigenen Rezensionen wurden aus Dankbarkeit verfasst und schlagen dementsprechend einen positiven, optimistischen Ton an – etwas, was mir Trolli selbstverständlich (mittlerweile) abspricht und stattdessen gar versucht, das genaue Gegenteil unterzujubeln. (Unten mehr dazu.)

Wie hoch muss der Leidensdruck eines Menschen sein, sich im Schatten der Anonymität wie die Axt im Walde – und dabei doch wie ein Feigling – auf einen Amazon-Feldzug zu begeben? Freilich stellt Trolli im Zeitalter der Entklärung dabei keinen Einzelfall dar. Dennoch bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert, wie leer das Leben von diversen Zeitgenossen offenbar sein muss.

Wie auch immer. Trolli zog also voreilige Schlüsse, so dass ich ihn auf jene Mängel aufmerksam machte, bis ich irgendwann quasi permanent mit Raumspray und Wischmob hinter ihm hersäubern musste, anfänglich selbstverständlich stets höflich – ich passe mich in meinen Umgangsformen sehr gerne meinem Gegenüber an – und geduldig. Intelligente Menschen wären dankbar darüber. Nicht so Trolli. Das, was er in seiner heillosen Verranntheit seither um jeden Preis als „arrogant“ in mir erkennen möchte (s.u.), war „seltsamerweise“ zu Beginn (April 2017) niemals ein Kritikpunkt, wie man der ersten „Rezension“ oben entnehmen kann. (Der Screenshot zeigt eine bereits zu jenem Zeitpunkt überarbeitete Version von Trolli, in der er „gelöscht“ mit „überarbeitet“ verwechselt. So wie er eben permanent X mit Y verwechselt, vermischt, durcheinander bringt oder beides schlichtweg nicht begreift.)

Trolli sah das zunächst scheinbar sogar ein. Aber eben nur scheinbar. Durch ein Trollwesen bedingt handelte es sich, wie sich herausstellen sollte, nur um ein Phantomgebaren, von dem ich als penetrierte Zielscheibe zu jenem Zeitpunkt nichts wusste bzw. nicht ahnen konnte, zu welch krankhafter Perfidie sich das Ganze hochjubeln würde. Die Stalker-Seifenoper nahm ihren Lauf. Trolli schien sich alsdann, obwohl stets nur mit dem Mut des Anonymen agierend, so sehr in seiner Trollehre verletzt gesehen zu haben, dass er anstatt weiterer E-Mails fortan ungestüme 1-Sterne-Bewertungen schrieb, sowohl für die Vorgängerversion der Nihilismus-Party als auch für Geschosse wider den Einheitsbrei. Als ich die Logikfehler sodann in den Kommentaren weiter aufzeigte und seine „Anklagen“ widerlegte, schrieb er seine Rezensionen – nach waschechter Trollmanier – bis zu fünfzehnmal um und wechselte darüber hinaus (bis dato) viermal sein Pseudonym. (Als „Alibi“, dass er vermeintlich „fair“ ist, gab er meinem Lyrikband drei Sterne, selbstverständlich mit der obligatorischen Projektion respektive Umkehrung des eigentlichen Tatbestandes.)

Endlich durfte sich Trolli voll und ganz in seiner eigenen Internet-Existenz baden. Aufgrund von Mehrfachrezensionen zum selben Buch (mit mehreren Identitäten, was daran zu erkennen ist, dass jedes Pseudonym zum selben Profil führt) löschte Amazon einige Rezensionen, weshalb unter der Vorgängerversion der Nihilismus-Party immer noch „nur“ die erste überarbeitete „normale“ „Rezension“ online ist. Daraufhin bezichtigte er allen Ernstes sein zu Beginn stets höfliches und geduldiges Gegenüber der Löschung seiner unter falschen Identitäten geschriebenen Verbaldefäkationen, die sich irgendwann sogar an von ihm erfundenen Inhalten abarbeiteten.

Lange Rede, kurzer Sinn: Natürlich hat Trolli die um 150 Seiten erweiterte und komplett umstrukturierte Nihilismus-Party nie gelesen. Wer sie hingegen aufmerksam liest, wird feststellen, dass seine Anklagen haltlos sind. (Ebenso die zu den Geschossen, wo er sich selbst, bis heute unwissentlich, als empirischen Beweis für die im Buch aufgestellte These der Entklärung zur Verfügung stellt. Hierfür gebührt ihm mein ehrlicher Dank.)

Natürlich hat man als Autor (auch online) mit Kritik zu leben, sowie man etwas veröffentlicht. Allerdings unterliegt auch Kritik bestimmten objektiven Kriterien (sofern sie ernst genommen werden soll), von denen bereits die grundlegendsten – in Form von Sachlichkeit und Produktbezogenheit – eine Nummer zu groß für Trolli sind. Aus verletztem Stolz heraus absichtlich bzgl. der Inhalte eines Buches zu lügen, deren Autoren zu diffamieren und zu verleumden, ja, gar Inhalte zu erfinden (!), um künstliche Angriffsflächen zu kreieren und sich letztlich als anonymer Internetkrieger intellektuell selbst zu befriedigen, zeugt von einer schwer traumatisierten und nicht zuletzt vom Leben frustrierten Persönlichkeit, aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Sezieren wir also ein letztes Mal, wie so viele Male, exemplarisch den jüngsten Haufen von Trolli, der sich (bisher) unter anderem hinter so schicken Pseudonymen wie „Nihilist“, „Langsam lesen“, „Who cares“, „Peter Zirkul“ und „P. Bourne“ verschanzte. Orthographie und Grammatik habe ich, der Lesbarkeit wegen, so gut es ging richtig gestellt. (Notabene: Ich zitiere auf S. 238 f. u.a. Benno Ohm wie folgt: „(…) All diesen Attacken gemeinsam ist die heillose Diskrepanz zwischen der Qualifikation des ‚Kritikers‘ und der des Getadelten. Romane, deren Erstellungen ein oder mehrere Jahre konzentrierte Arbeit erforderten, werden von ‚Usern‘ zerrissen, die der Orthographie kaum mächtig sind (…) – Geschenkt.)  

„Arrogant-schnoddrig“ also. Hier verwechselt Trolli (absichtlich) Stil und Inhalt des Buches mit Teilen meiner an ihn gerichteten Kommentare, die ab einem gewissen Zeitpunkt durchaus diesen Eindruck hinterlassen. Gewollt. Ich verhalte mich meinem Gegenüber zu Beginn stets so, wie ich selbst gerne behandelt werden möchte. Wird diese natürliche Etikette vorsätzlich missbraucht, behandle ich jeden so, wie er es verdient. Wer grundlos Wind sät, wird umso mehr Sturm ernten. Auch schrieb ich oben bereits, dass die Behauptung einer vermeintlichen „Arroganz“ anfänglich nie zur Disposition stand. Wieso sollte jemand sonst auch nach persönlichem E-Mail-Kontakt ersuchen und mehrfach schreiben? (Nur einer der mittlerweile nicht mehr zählbaren Widersprüche Trollis.) Glücklicherweise geht er aber durchweg mit gutem Beispiel voran und war sehr darauf bedacht – natürlich stets im sicheren Dickicht der Anonymität –, das genaue Gegenteil von „arrogant-schnoddrig“ in seinen Kommentaren unter Beweis zu stellen, indem er sich gewählt, bescheiden, objektiv, der reinen Wahrheit verpflichtet, aber vor allem erwachsen auszudrücken pflegt. Zum Beispiel so:

Doch weiter im Text.

– „(…) der Autor nimmt in Anspruch [,] die einzig valide Definition des Nihilismus gefunden zu haben.“

Nein. Nirgends wird postuliert, die einzige gefunden zu haben. Stattdessen führe ich aus, warum ich bisherige Definitionen bzw. Komponenten, die mit Nihilismus allgemeinhin assoziiert werden, für problematisch, unzeitgemäß, unlogisch oder lückenhaft erachte, und biete auf Basis dessen bzw. als Conclusio zwei neue Definitionen an. C’est ça.

– „Dies eng angelehnt an A. Camus Ideen des Absurden.“

Richtig. Daraus hatte ich auch nie einen Hehl gemacht. Camus war ein enorm wichtiger Vordenker für mich, vor allem als Schüler und Student. Trotz unterschiedlicher politischer Ansichten schätze ich ihn sehr und hege großen Respekt vor seinem philosophisch-literarischen Schaffen. Witzigerweise stürzt sich Trolli auf diese, meine Nähe zu Camus jedoch auch erst, seitdem ich ihm selbst mitteilte, stark von dem Franzosen beeinflusst worden zu sein. Wie ein Hündchen, dem man einen Knochen hinwirft, wurde das sogleich schäumend aufgegriffen und ich daraufhin in einer der vielen, vielen umgeschriebenen „Rezensionen“ u.a. als „Camus Plagiator“ diffamiert, selbstverständlich wie eh und je ohne Evidenz (weil: nicht vorhanden). Wie auch, wenn jedes Zitat akribisch bibliographiert wird respektive jeder Querverweis entsprechend benannt wird?

– „Das Ganze sei zwar sinnlos, aber je innerweltliche Lebenskonzepte k[ö]nnen mehr oder weniger sinnvoll sein. Dies alleine schon ist [eine] v[ö]llig willk[ü]rliche Setzung.“

Willkürlich sind hier lediglich die Sätze von Trolli, die, schon allein grammatikalisch bedingt, kaum Sinn ergeben. Das Wort „Lebenskonzept“ fällt im Zusammenhang mit Sinn/Sinnlosigkeit exakt einmal:

Jedes Lebenskonzept kann maximal das Bewusstsein um die objektive Sinnlosigkeit des Ganzen, ,kosmisch betrachtet‘, narkotisieren oder mildern. Gewiss können die Formen der Ablenkung und Verdrängung stets noch und noch intellektueller herbeigedacht beziehungsweise noch intelligenter gelebt werden, immer noch abwechslungsreicher und noch angenehmer erfolgen (was auch gut ist!), nur tragen eben trauriger- wie amüsanterweise auch diese zumindest das Potenzial in sich, nicht wahrhaben zu wollen (und auch das ist nachvollziehbar), irgendwann keine Antworten mehr auf die Frage eines Lebenssinns geben zu können (…). (S. 356)

– „Exemplifiziert wird dies in unangenehm anma[ß]ender Weise [,] wenn der Autor den Sachverhalt am[ü]sant findet, dass sich Menschen afgrund blo[ßer] innerweltlicher [„]Sinnlos[i]gkeiten[“] suizidieren“

Hier haben wir, wie zuvor schon in seinem verleumderischen Kommentar, nichts weiter als eine infame Lüge, die, im Grunde unnötig zu erwähnen, mit keiner Aussage belegt wird/werden kann. Das genaue Gegenteil wird sogar an mehreren Stellen zum Ausdruck gebracht. Allein das Unterkapitel zum Suizid beginnt mit einem Zitat des großartigen Epikurs: „Durchaus gering ist jener, der viele vernünftige Gründe zu haben glaubt, aus dem Leben zu scheiden.“ Freilich bedarf es eines Mindestmaßes an kognitiver Kompetenz, darin die für das Leben sprechende Implikation zu erkennen.

Alles, was ich tue, besteht darin, unterschiedlichen Beweggründen für den Suizid vor dem Hintergrund der These des Postnihilismus nachzugehen. Nirgends „amüsiere“ ich mich über Menschen, die sich umbringen, im Gegenteil, ich rate davon ab (S. 130) und halte ihn, also den Suizid, für keine Lösung (S. 135). Woher der Wind weht, ist klar, werden Leute wie Trolli u.a. auf S. 210 entlarvt:

Eine konsequente Ethik, die das Initiieren von Zwang und Gewalt ablehnt, wird kurzerhand als Aggression umgelogen. Personen, die die Gründe für Selbstmord eruieren, ‚wünschen‘ sich angeblich den Selbstmord anderer und so weiter und so fort.

– „(resp. [in] Depressionen verfallen, was auch immer Depression hier genau bedeuten soll… das lässt der Autor offen)“

Für den ersten Teil gilt dasselbe wie für mein angebliches Amüsement bzgl. Suizid. Der zweite Teil ist ebenfalls gelogen, wie im Unterkapitel zu Depressionen deutlich wird, wo ich mich bei den charakteristischen Merkmalen der melancholischen Depression und ihrer Untersuchung auf den Diplom-Psychologen und Psychotherapeuten Robert Weiss stütze (S. 125 ff.). Der spätere Verweis auf (den linken) Améry ist demnach Blendwerk, da es die „These“, die mir Trolli unterzuschieben versucht, de facto nicht gibt. Trolli verwechselt/vermischt kurzerhand meine Ausführungen zum Suizid mit denen zur Depression. Nur hinsichtlich letzterer unterscheide ich zwischen vermeintlich belanglose(re)n und triftigeren Ursachen (S. 130). Dass Trolli aber als strammer Determinist gleichzeitig auch noch mit Relativismus und Egalitarismus kuschelt, ist keine sonderliche Überraschung (und damit ebenso wenig der wahrscheinlichste Grund hinter seinem Gekläffe).

– „Dass der Autor Ethik insgesamt lediglich auf dem Prinzip der [„]Freiwilligkeit[“] gr[ü]nden will, zeigt [,] wie unbedarft hier argumentiert wird.“

Kein Argument, keine Belege, stattdessen völlig wirres Gesabbel bar jeder Faktenlage und jedweden Buchinhalts. Der Themenkomplex der Freiwilligkeit hat den guten Trolli ganz offensichtlich nachhaltig traumatisiert, fängt er doch immer wieder damit an, obwohl das Konzept bereits lang und breit dargelegt wurde und in der Nihilismus-Party nicht einmal Kernthema ist. Immerhin stellt er regelmäßig sein totalitäres Wesen zur Schau, freilich ohne sich dessen im Verlaufe irgendwann einmal bewusst geworden zu sein. Wenn nämlich nicht Freiwilligkeit den Grundpfeiler der Ethik, also der Frage nach den Voraussetzungen für das Sittliche bzw. menschliches Handeln und dessen Richtigkeit markiert oder markieren sollte, was dann? Kooperation? Resultiert aus Freiwilligkeit. Liebe? Mitgefühl? Hilfsbereitschaft? Resultiert allesamt aus Freiwilligkeit usw. Trolli kann das nicht nachvollziehen und entblödet sich nicht, selbst meine Werktätigkeit in China in seine „Rezension“ zu verwursteln, die ihm als „Indiz“ für „Egozentrismus“ dient, was auch immer das mit dem zu rezensierenden Produkt zu tun haben soll. Er maßt sich an, über die Beweggründe und sogar das Privatleben eines völlig Fremden im Bilde zu sein, fällt dabei lediglich durch gnadenlose Ignoranz hinsichtlich einer ihm völlig unbekannten Welt auf, bezichtigt aber den anderen des Egozentrismus. Später beschwert er sich jedoch, ich würde „90% aller Menschen“ als „entkl[ä]rt“ betrachten. Dazu kann man nur sagen: Echt t(r)oll! Sowas kann sich kein Mensch ausdenken.

– „(90% aller Menschen kann extrapoliert werden, betrachtet der Autor [sie] als [„] entkl[ä]rte[“] [,] d.h. fern aller aufgeklärten Rationalität handelnd[e] und denkend[e] [„]Hirnprothesenträger[“]“

Lüge. Steht nirgends im Buch. Die Zahl ist schamlos erfunden, selbst bzgl. Geschosse wider den Einheitsbrei, worauf sich Trolli offenbar beziehen will. Tatsächlich bezeichne ich natürlich nicht „90% der Menschen“ als entklärt, sondern nur Menschen wie Trolli. Hirnprothesenträger, so möchte man meinen, könnten sich darüber hinaus vorzugsweise aus notorischen Lügnern und krypto-totalitären Internet-Troll-Querulanten rekrutieren.

– „Insgesamt ein m[ü]hsam zu lesendes Buch“

…das von Trolli aber nicht gelesen wurde. Wie gesagt: Kann man sich nicht ausdenken. Selbst wenn er es gelesen hätte, wäre das lediglich eines gewesen. Im Vergleich zu seinen insgesamt ca. 30 ständig umgeschriebenen, gelöschten und wiederveröffentlichen „Rezensionen“ und Kommentaren, in denen er seit nunmehr zwei Jahren seine Komplexe projiziert, klingt das für mich wie Urlaub in der Karibik.

– „Fazit: [A]rgumentativ weitgehend ungen[ü]gend und mit wenigen Ausnahmen substanzlos.“

Fazit: Ein Blinder spricht vom Sehen.

Ich schließe mit einem Aphorismus (S. 390), für dessen These Trolli einmal mehr den empirischen Beweis verkörpert:

Der philosophische Idiot des Postmodernismus kennzeichnet sich erstens durch permanente Widersprüche, die er selbst dann nicht erkennt, wenn sie ihm von Philosophen vor Augen geführt werden, zweitens dadurch, dass er seine Widersprüche auch dann nicht anerkennen  w i l l, nachdem sie ihm um die Ohren fliegen, drittens schließlich durch sein perfides Stalker-Dasein, indem er allen ihm überlegenen Philosophen aus bloßer Laune heraus falsche Theorien unterstellt, die eigene dabei auf ein (dogmatisches) „unwiderlegbares“ Podest erhebt, sie jedoch niemals anhand handfester Publikationen öffentlich zur allgemeinen Disposition freigibt.

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