Der Nerv des Drachens

Wenn der Drache von oben dem Lachen entgegen
Seiner Größe entsprechend und doch nur verlegen
Das Menschlein ermahnt, nicht lang zu verweilen
So weiß jene Kette morscher Skelette
Die Macht ist bezahnt, gleich Dolchen als Hauer
Tod zu verteilen, nächtliche Schauer

So die Ungeheuer sich ihres breiten Feuers zwar
Bereit sind, zu bekennen
Doch das Fleisch naiv und trotz aller Gefahr
In keinem seiner Stämme
Irgendwann beschließt, sich Untertan zu nennen
Erahnt es schon den Krieg, in den es sich begibt

Doch der Krieg von unten ward schon vor dem Start
Verloren und entbunden, denn es kann in der Tat
Das Menschlein nicht beweisen, vernünftig zu agieren
Da hinter seiner Stirn nur ein winz’ges Hirn
Ersucht, sich zu entreißen, gleich Wasser dem Feuer
Es stets zu probieren, oh Ungeheuer!

Und schmettert der Drache auch ewig Feuersbrünste
Hernieder, zu verkohlen
Der Stämme Gunst und Künste
So fragt sich unverhohlen
Ob die Beutezunft nicht wie verlor’ne Fohlen
Gleich ziellosen Herden und ohne Erben –

Verdammt ist, zu sterben

 

(aus: Lyrik über alles und nichts)

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