Staatlicher Willkür-Wahnsinn an den Grenzen zu Buntland

China ist ein relativ bevölkerungsschwaches Land. Im Vergleich zu Ländern wie, sagen wir mal, Syrien, Afghanistan, Georgien, Eritrea oder Somalia (SAGES), die zusammengenommen nicht auf ein Viertel der Einwohner des roten Drachens kommen, aber schließlich leben wir in postmodernistischen Zeiten, in denen alles irgendwie relativ ist, richtig? Des Weiteren entspringen diesem sich skandalöserweise auch noch „Reich“ nennenden Fernostalptraum, wie sämtliche Kriminalstatistiken der Erde vermuten lassen, besonders kriminelle Bürger. Belegen sie bei Bagatelldelikten wie Mord, versuchtem Mord, sexueller Nötigung und (Gruppen-)Vergewaltigung, schwerem Raub, Erpressung et cetera zwar konstant die letzten Ränge, so sieht die Sache bei gleichheitszersetzenden sowie strukturell rassistisch-sexistischen Delikten wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) schon ganz anders aus.

So verhalten sich hier gemäß neo-neo-neo-neo-neosozialistischer Bildungs- und Fortschrittsagenda die SAGES-Staaten absolut mustergültig, was zum Exempel die Patentanmeldung betrifft. So entfleuchte beispielsweise Somalia im gesamten Jahr 2015 n.Chr. bzw. 1445 n.Moh. mit einer Anmeldung nur ein raubtierkapitalistischer Fauxpas. Als Zahl sieht das so aus: 1.

Die Hardcore-Hundefresser, die täglich 48 Stunden im Smog schreien, haben mit knapp einer Million Neuanmeldungen (als Zahl recht ähnlich: 1.000.000) hingegen eine eindeutige Kriegserklärung in Sachen Gleichheit und Gerechtigkeit abgegeben. So geht‘s ja nun nicht, liebe Reistöpfe!

Wie auch immer.

Vor kurzem konnte ich mich einmal mehr empirisch davon überzeugen, dass die vielgescholtenen Grenzkontrollen nach Buntland (vor 2015 Geborene kennen es noch als Land des tristen Graukartoffeltums) keineswegs schlampig durchgeführt werden oder gar völlig ausgesetzt seien, wie so manch pseudobesorgte Kartoffel mit Messer im Kreuz daher hetzen mag. Freilich, natürlich kann Buntland nur ein Zwischenstadium zur wirklich restlosen Entnazifizierung bedeuten, welche erst dann als endgültig geglückt den Weg in die Geschichtsbücher respektive Pergamentrollen finden darf, sowie das „B“ durch ein „P“ ersetzt worden sein wird. Doch ich bin skeptisch. Warum?

Nun, eine mir nahestehende Person – nennen wir sie vorsichtshalber Ednem – hat eine chinesische Lebensgefährtin – nennen wir sie, um Michels wahre Offenheit nicht überflüssig zu strapazieren, vorsichtshalber Tsching-Tschong-Tschung. Tsching-Tschong-Tschung ist klein und zierlich, spart gerne, hat einen akademischen Grad und eine Tochter mit Ednem. Wie oben deutlich geworden sein sollte, stellt jemand wie sie gegenwärtig die mitunter größte Gefahr für Europa, geschweige denn Soon-To-Be-Puntland-II, dar.

Um im Sommer mit Ednem gemeinsam ihre Schwiegereltern für zwei Wochen besuchen zu können, ist sie deshalb seit mehreren Wochen amtstechnisch… nennen wir es… „aktiv“, um etwaigen Schlaganfällen vorzubeugen. Ja, ab hier setzte für mich die allgemeine Beruhigung ein. Wieso? Wer kontrolltechnisch nicht die geringsten Probleme hat, das bevölkerungsschwächste Land der Erde hinsichtlich der Prüfung auf Einreise in Schach zu halten, muss das – da gezielte Selektion schließlich nur eine krude Verschwörungstheorie aus der Mottenkiste ewiggestriger Blitzhitlerisierter ist – folgelogisch mit jedem so tun, um „egalitäre Gerechtigkeit“ nicht als willkürlich definierten, totalitären Politfurz zu verraten. Richtig? Eben.

Und so kommt es, dass es, um den neo-antisemitischen, irdischen Garten Eden in Schwarz-Rot-Gold (fortan „Deutschland“ genannt, auch wenn es Mitbürger unter 20 irritieren könnte) für 14 Tage betreten zu dürfen, für eine Tsching-Tschong-Tschung zuvor ein paar Kleinigkeiten bedarf, auf welche deutsche Behörden bestehen, nämlich:

  • eines gültigen und offiziellen Reisepasses (welcher in ihrem Falle nicht auf mysteriöse Weise verschwinden sollte)
  • eines persönlichen Einladungsschreibens eines in Deutschland sesshaften Bürgers
  • eines Nachweises der Bank des Einladungsschreibers über ausreichende finanzielle Mittel, um den chinesischen Touristen gemäß §§ 66 bis 68 AufenthG versorgen zu können; mit diesem Nachweis muss der Einladungsschreiber anschließend zum hiesigen Amt, um eine dreiseitige „Verpflichtungserklärung“ auszufüllen; das Amt behält dabei ein „Pfand“ in Höhe von 1500 Euro, das der Einladungsschreiber erst dann zurückbekommt, nachdem Tsching-Tschong-Tschung das Land verlassen haben wird; im Falle eines vierwöchigen Aufenthalts fallen 2000 Euro an; alles signiert, müssen die Formulare an die touristische Tsching-Tschong-Tschung gesendet werden, die diese wiederum zusammen mit ihren bis dahin angehäuften Formularen persönlich zum Konsulat bringen muss (Grund: s.u.)
  • einer schriftlichen Bestätigung von Ednems Arbeitgeber, dass er einen Beruf ausübt und für die Dauer des touristischen Aufenthalts für Tsching-Tschong-Tschung sorgen könne, um auszuschließen, dass sie dem deutschen Staat in irgendeiner Form finanziell zur Last fällt (zusammen mit der zuvor vom Einladungsschreiber gemäß §§ 66 bis 68 AufenthG getätigten Verbürgung lautet hier die Devise: Doppelt hält besser)
  • einer Auslandskrankenversicherung, um sicherzustellen, dass während eines medizinischen Notfalls in Deutschland der deutsche Staat ebenfalls nicht „belästigt“ wird
  • sämtlicher Kontoauszüge der vergangenen drei Monate (inkl. Stempel ihrer Bank), um zu beweisen, dass sie nicht mittellos im gelobten Land „touristiert“ (Dreifach hält besser)
  • einer persönlichen, schriftlichen Stellungnahme Tsching-Tschong-Tschungs über die Gründe, Deutschland zu besuchen, Dauer des Aufenthalts sowie ungefähre Höhe der Ausgaben und die Art deren Finanzierung
  • mehrfacher Beglaubigungen beinahe aller Dokumente (stellenweise sogar Beglaubigungen von Beglaubigungen)
  • zu guter Letzt ein persönliches Vorsprechen im Konsulat, um den vierzehntägigen Aufenthalt zu rechtfertigen (quasi eine Art Verteidigung der Diplomarbeit)

Fazit: Was bin ich froh, dass dies glücklicherweise die vollkommen normale und keinesfalls selektive Vorgehensweise bei der Handhabung von Ausländern darstellt, die nach Deutschland kommen wollen. (In manchen Fällen, wie gesagt, für den exorbitanten Zeitraum von zwei Wochen.)

Und jetzt nur meine persönliche Meinung: Sofern man sich vergegenwärtigt, was in diesem sukzessive zu einem Haufen Kot mutierenden Land seit Jahren abgeht, ist es freilich nichts als blanker Hohn und eine bodenlose Unverschämtheit im Zeichen staatlichen Willkür-Wahnsinns. Und genau das sagt Ednem auch jedem der noch so „lustigen“ und „verständnisvollen“ Sesselfurzer bzw. gewissenlosen Paragraphenreiter während seines und ihres Spießrutenlaufs durch deutsche Amts-Irrenanstalten, gegen den die Odyssee von Asterix und Obelix wie Urlaub auf den Cayman Islands anmutet.

3 Kommentare zu „Staatlicher Willkür-Wahnsinn an den Grenzen zu Buntland

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