Dreckloch-Länder

Bedauerlicherweise haben sich in der Geschichte der Menschheit nachweislich widerlegte und/oder ethisch-moralisch in sich widersprüchliche Theorien eins ums andere Mal, nicht selten viel zu lange, gehalten, manche davon bis zum heutigen Tag, seien sie beispielsweise politischer oder ökonomischer Natur. Doch auch ein Blick in die Medizingeschichte lohnt. So wütete beispielsweise im antiken Griechenland zur Zeit des Peloponnesischen Krieges die sogenannte „Attische Seuche“, eine Epidemie, der rund ein Viertel der Athenischen Bevölkerung zum Opfer fiel (inklusive Perikles). Zu jener Zeit lebte auch der berühmte Arzt Hippokrates von Kos, gemeinhin auch als „Vater der (modernen) Medizin“ bezeichnet, welcher in seinen Schriften erstmals die Meinung vertrat, menschliche Gebrechen könnten sich von einer infizierten Person auf andere Personen übertragen. Freilich war dies eine schockierende Theorie.

Im Laufe der Zeit verfestigte sich die sogenannte „Miasmentheorie“ oder „Miasmenlehre“ (von griech. μίασμα: übler Dunst, Verunreinigung, Befleckung), in deren Folge man als Erklärung, warum Menschen krank würden, etwa 2300 Jahre von einer falschen Theorie ausging. Nach jener Theorie verbreiteten sich Infektionskrankheiten wie zum Beispiel die Pest oder Cholera angeblich aufgrund von „Miasmen“ weiter, also giftiger Ausdünstungen des Bodens, die mit der Luft fortgetragen würden.

Noch im 19. Jahrhundert schrieben Mediziner und Forscher mangels Wissens über Bakterien und Viren Seuchen wie Cholera schlicht übergreifend üblen Gerüchen zu, die über „Miasmen“ verbreitet würden. Diese Theorie erwies sich später als Irrweg der Medizin, obgleich das Modell (ohne die exakten Gründe zu kennen) teilweise  bereits erklärte, woher Seuchen kommen und wie sie sich verbreiten. Die Angst vor diesen „Miasmen“ führte vielerorts bereits im Mittelalter zu quarantäneähnlichen Zuständen, die verhinderten, dass sich z. B. die Pest auch in die letzten Winkel Europas ausbreiten konnte. So wurden die Seuchen-Toten außerhalb der Stadt verscharrt und ihr Hab und Gut verbrannt. Städte isolierten zu Pestzeiten alle Fremden in Quarantäne, Kranke wurden dauerhaft vom Rest der gesunden Bevölkerung isoliert. Die Pestärzte, auch „Schnabeldoktoren“ genannt, trugen neben Handschuhen auch mit Kräutern und Flüssigkeiten ausgestattete schnabelähnliche Masken, die vor den „Ausdünstungen“ der Kranken schützen sollten.

Der Grund, warum diese Theorie in vielerlei Hinsicht falsch beziehungsweise unvollständig war, ist der, dass besagte Infektionen unter Individuen nicht (nur) weitergegeben wurden, weil sie dieselbe schlechte Luft atmeten oder denselben unhygienischen Räumen, Plätzen oder Orten ausgesetzt waren (was in der Tat häufig der Fall gewesen war), sondern durch direkte Berührung oder wegen der „Tröpfcheninfektion“, bei der sich Krankheitserreger direkt über die Luft verbreiten (vgl. Keimtheorie). Dies wiederum geschieht durch die sogenannte Aerosol- oder Tröpfchenbildung beim Sprechen über den Speichel, Niesen und Husten durch Vernebelung keimhaltiger Sekrete der Atemwege. Zur Infektion der Kontaktpersonen kommt es, wenn die Erreger anschließend auf die Schleimhäute meist des oberen Atemtrakts gelangen und sich dort vermehren.

Unzählige Todesopfer waren die Folge, der „Schwarze Tod“ radierte allein zwischen 1346 und 1353 ein Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung aus. Priester, die von Bett zu Bett liefen und Todgeweihten die „letzte Ölung“ gaben, trugen dabei unwissentlich zur Weiterverbreitung bei, während sie selbst ebenso wie die Fliegen starben. Ein Teufelskreis, der im Laufe der Zeit den Skeptizismus gegenüber Religion bzw. Christentum innerhalb Europas erstarken ließ, betrachtete man Gebrechen doch maßgeblich als Strafe des Teufels.

Erst Ende des 19.Jahrhunderts fand die erstmals vom italienischen Arzt Girolamo Fracastoro (1478-1553) im Jahre 1546 formulierte und 1762 von Marcus Antonius Plinčič (1707–1786) erweiterte Theorie der Ansteckung durch krankheitsübertragende Keime („seminaria morbi“) als ernstzunehmende Idee Gehör, also rund 350 Jahre nach Fracastoro. Das Spannende an diesem traurigen Umstand – oder das Traurige an diesem spannenden Umstand – ist erstens, dass sich eine wissenschaftliche Erklärung von Erkrankungen neben einer ökologischen (Miasmen) gegen eine weitestgehend moralische Erklärung richtete, welche quasi lautete:

„Du wirst krank, weil du ein böser Mensch/Sünder bist.“

Zweitens ist auch der Umstand spannend (wenngleich bezeichnend), dass jene (richtige) Theorie über Jahrhunderte so gut wie ausschließlich Verachtung erfuhr, sei es unter Ärzten, Priestern, Wissenschaftlern usw. Stattdessen war die Miasmentheorie dominant… „in Stein gemeißelt“… die „Wissenschaft“ war sich „einig“… sie war das vorherrschende Narrativ… unantastbar, kurz: Sie war der einstige „Mainstream“ unter o.g. Personen, gleichermaßen natürlich innerhalb des Volkes. Anders formuliert: Der klerikale Faktor (moralisch) und der miasmatische Faktor (ökologisch bzw. umweltbedingt) hinderten Wissenschaftler und Mediziner daran, die wahren Ursachen der Verbreitung von Erkrankungen herauszufinden. Stattdessen verschlimmerten sich Situationen, in denen kranke Menschen aufgrund des vorherrschenden Glaubens, ihr Standort sei, miasmatisch bedingt, der falsche, von einem scheinbar „krankmachenden“ Standort zu einem anderen bewegt wurden – und dadurch letztlich nur noch mehr Menschen ansteckten. Das exakte Gegenteil des ursprünglichen Ziels war wegen fehlender wissenschaftlicher Kenntnisse somit die unmittelbare Folge: Tod und Elend.

Mit Wissenschaftlern wie dem französischen Louis Pasteur (1822-1895) sowie dem deutschen Robert Koch (1843-1910) – gemeinhin gelten sie als die Begründer der Bakteriologie und Mikrobiologie – geriet die Miasmentheorie endlich in den dringend notwendigen Kampf mit der Keimtheorie, aus der letztere durch die Identifikation von krankheitsauslösenden bzw. -übertragenden Mikroorganismen siegreich hervorging, in der Folge Viren entdeckt wurden und vieles mehr.

Eingebettet in den historischen Kontext der Industriellen Revolution, der Aufklärung sowie der Säkularisierung standen derartige Erfolge ganz im Zeichen der Moderne. Die Moderne wiederum konnte nur auf Basis freier Märkte und Naturwissenschaften, auf Basis von Vernunft und, nicht zuletzt, Medizin geboren werden; aus letzterem Grund deshalb, da eine Wirtschaft nur schwerlich gedeihen kann, sofern die Hälfte ihrer sie vorantreibenden Individuen ums Leben kommt, sofern Kinder bereits vor ihrem fünften Lebensjahr sterben. Es ist sowohl moralisch als auch ökonomisch verheerend, eine enorme Menge an Emotionen und Ressourcen zunächst in eine Schwangerschaft, dann in die Ernährung zu investieren, Schlafmangel in Kauf zu nehmen etc., wenn Kinder trotz allem nicht einmal ihr fünftes Lebensjahr erreichen. Anders ausgedrückt: Soll die Wirtschaft wachsen, muss die Lebensdauer wachsen.

In Teilen des 20.Jahrhunderts wuchs die Wirtschaft, wenn auch schwankend, trotz des Aufkommens massiver Zentralbanken, trotz ökonomischer Achterbahnfahrten, trotz dreizehn Jahre Großer Depression, trotz zweier Weltkriege inklusive Nuklearschläge. Warum? Weil sich sowohl die Medizin als auch die allgemeine Hygiene massiv verbessert hatten.

Warum ist das wichtig?

Wenn man die Geschichte der „Keimtheorie“ in Ruhe verfolgt (bzw. den Umstand, warum es Krankheiten gibt), so stellt man fest, dass es sowohl einen umweltbedingten als auch moralischen Faktor gab. Behalten wir dies im Hinterkopf, wenn wir uns im Folgenden die heutige Ungleichheit hinsichtlich des allgemeinen Wohlstands unter Nationen ansehen. Das Lieblingshassobjekt gleichgeschalteter Systemmedien und insbesondere westlicher „Linker“, namentlich Donald Trump, bezeichnete (angeblich) kürzlich Länder wie Haiti und El Salvador, aber auch einige afrikanische Länder als „Drecklöcher“ („Shitholes“) und löste erwartungsgemäß den nächsten großen „Eklat“ aus, wissen wir doch, dass die Frage, warum einige Länder reich und andere arm sind, unglaublich viele Menschen quält. Sehen wir uns im Zuge der Beantwortung dieser Frage zunächst Hispaniola an. Hispaniola ist die zweitgrößte der Westindischen Inseln und gleichzeitig der Großen Antillen und unterteilt sich in die im Osten gelegene Dominikanische Republik sowie das im Westen gelegene Haiti. Während die Zustände in Haiti allgemein nur als desaströs bezeichnet werden können, sind sie in der Dominikanischen Republik um Längen besser, wenngleich es sich freilich auch bei letzterer nicht um einen Staat der Ersten Welt handelt. Die Frage lautet also: Warum?

Manch einer argumentiert, Haiti habe als Folge der „Haitianischen Revolution“ über rund 100 Jahre Entschädigungszahlungen an Frankreich leisten müssen und sich nicht davon erholen können. Nun haben wir aber beispielsweise auf der anderen Seite der Welt einen Inselstaat wie Japan, der im Laufe des 2.Weltkriegs von oben bis unten zerbombt wurde (inklusive zweier Nuklearschläge), sich wirtschaftlich jedoch sehr schnell erholte. Selbiges galt zu jener Zeit für das völlig zerstörte (West-)Deutschland, insbesondere (West-)Berlin, das sich im Herzen der sowjetischen Besatzungszone befunden hatte. Wir können weiterfragen: Warum ist Südkorea wohlhabend und Nordkorea am Verhungern?

Die Erklärungen, welche traditionell dargereicht werden, haben zwei Anstriche und unterscheiden sich, abgesehen von ihrer jeweiligen Referenz, durch nichts von der Miasmentheorie als Erklärung für Krankheitsübertragung. Der geneigte Leser ahnt es: Die Ansätze sind sowohl von umweltbedingter als auch von moralischer Natur. Umweltbedingt:

„Nun, sie haben nicht genug Nahrung, sie haben nicht ausreichend Medizin, sie haben nicht genug Wohlstand und deshalb sind sie arm. Wenn wir ihnen also Wohlstand übertragen, werden sie ebenso wohlhabend.“

Gestützt wird diese These beispielsweise durch den Mythos des „Marshallplans“ nach dem 2.Weltkrieg, welcher angeblich der ausschlaggebende oder maßgeblich verantwortliche Faktor für den Wiederaufbau Europas gewesen sei. Doch dabei handelt es sich, eben, um einen Mythos. Der Wiederaufbau Europas, insbesondere derjenige (West-)Deutschlands, basierte auf freien Märkten und der damit einhergehenden Rationalisierung der Währung, allesamt längst in Gang gesetzt, bevor irgendwelche Marshallplangelder und -kredite den Weg über den Großen Teich fanden. Betrachten wir zum Vergleich die Effekte der Billionen von Dollars, die in den vergangenen fünfzig bis sechzig Jahren in die Dritte Welt gepumpt wurden, so fällt schnell auf, dass sich in Sachen Fortschritt kaum etwas getan hat, sei es nun ökonomisch oder technisch etc.

Warum? Die Argumentation wird wieder eine „umweltbedingte“ sein:

„Sie, also entsprechende Länder, haben nicht die richtige Infrastruktur, sie haben nicht die richtige Bildung, sie haben keine richtigen Möglichkeiten, und sofern man ihnen nur Schulen, Straßen usw. baut, wird es ihnen gut ergehen.“

Was hier in Wahrheit geschieht, ist nichts anderes als das Prinzip der Miasmentheorie, angewendet auf die Ungleichheit bzgl. des Wohlstandsfortschritts unter verschiedenen Nationen.

Der moralische Ansatz hingegen, warum es beispielsweise Afrika so schlecht ergehe, sieht im Großen und Ganzen so aus: Böser weißer Kolonialismus kam, breitete sich aus, beutete Land und Leute aus, raubte sämtliche Ressourcen und zerstörte Land und Wirtschaft. Hinzu kommen auch noch der böse weiße Sklavenhandel und Rassismus. Hierbei handelt es sich um bis zum Erbrechen gehörte Standardargumente aus der klassisch marxistischen Mottenkiste. Verändere man die Umwelt der in Haiti lebenden Menschen, so werden sie – unter Rückbezug auf Trumps Vergleichsland und warum man nicht daraus mehr Leute aufnehmen sollte – wie die in Norwegen lebenden Menschen agieren, leben und wirtschaften.

Gedankenexperiment

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie unglaublich wichtig dieser Themenkomplex ist, machen wir im Folgenden ein Gedankenexperiment: Man stelle sich vor, die Keimtheorie hätte die Miasmentheorie einige tausend Jahre früher verdrängt. – Wie sähe unsere Lebenswirklichkeit heute auf Basis eines sich historisch vollkommen anders entwickelten Fortschritts aus? Wie viele Milliarden Menschen hätten gerettet werden können? Wie viele Milliarden Menschenleben wurden verschwendet, wie viel menschliches Potenzial wurde durch die simple Verweigerung wissenschaftlicher Tatsachen bzw. die Feindseligkeit gegenüber konkurrierenden Theorien geopfert? Durch fest verwurzelte und sture Glaubenssätze, die in boshafter Weise gegen potenzielle, menschliche Zivilisationsprozesse kämpften, die in boshafter Weise gegen neue Theorien kämpften, welche bestehende Denkarten dringend ersetzt hätten müssen? Wie viele Zivilisationen und Potenziale wurden rigoros begraben, weil Menschen daran scheiterten – besser: ideologisch bedingt scheitern wollten –, alternative Hypothesen, die sich als faktisch richtig herausstellen sollten, zu akzeptieren, geschweige denn zu erforschen?

Warum das alles? Zum einen, weil die Priesterschaft das rationale Argument ablehnte, dass Krankheiten keine „Strafe Gottes“ aufgrund „bösen Tuns“ darstellten; aus dem einfachen Grund, da sie „Schutz“ vor jenem „bösen Tun“ und dem damit verbundenen Zorn Gottes verkauften. Von daher ist es nur logisch, dass Geistliche weltweit der Keimtheorie ablehnend gegenüber standen. Es bedeutete schließlich einen exorbitanten Riss für einen Großteil ihrer (nicht zuletzt ökonomischen) Daseinsberechtigung, sofern mit der Keimtheorie in „blasphemischer“ Weise dagegen gehalten worden wäre. Mehr noch: Ärzte, welche sich in ihrer antrainierten Miasmentheorie bequem eingerichtet hatten, ja, ganze Industrien, die diesbezüglich zum angeblichen Wohle und Schutze der Bevölkerung aus dem Boden gestampft wurden, wären voll des Ärgers ihrer ökonomischen Grundlage (vorübergehend!) entzogen worden. Trauriger- und nicht zuletzt auch erbärmlicherweise zeigt die Menschheitsgeschichte sehr deutlich, dass sich wissenschaftlicher Fortschritt nicht zwingend durch (bessere) Argumente ergab, sondern vielmehr aus dem Umstand, dass die ältere Generation, welche an falsche Theorien glaubte, wegstarb und nur dadurch Raum für eine neue Generation mit neuen Theorien entstand.

Zwischenfazit: Beim Theorienkomplex „Miasmentheorie versus Keimtheorie“ haben wir eine (falsche) moralisch-umweltbedingte Erklärung versus eine wissenschaftliche (korrekte) Erklärung.

Wirtschaftlicher Erfolg zwischen Rassen und Nationen

Ebenso existieren zwei konkurrierende Theorien darüber, warum bestimmte Rassen oder Nationen im Allgemeinen (nicht Generellen!) erfolgreicher bzw. erfolgloser sind. Die erste Erklärung, wie oben bereits dargestellt, besteht in den moralisch-umweltbedingten Klassikern: Ausbeutung, Kolonialismus, Sklaverei, Erbschaften usw. Vor dem gegenwärtigen Kontext ist es wichtig, Folgendes zu verstehen: Schafft man es, Weiße davon zu überzeugen, dass deren Wohlstand vor allem durch eine Ausbeutung der Dritten Welt zustande kam (oder kommt), so kann darüber zwar gestritten werden, gleichzeitig wird jedoch der Umstand akzeptiert, dass Weiße möglicherweise moralisch dazu verpflichtet seien, der Dritten Welt Geld zurückzugeben. Eines jener schier unwiderstehlichen Argumente klang und klingt dann beispielsweise so:

„Du bist nur deshalb reich und ich nur deshalb arm, weil deine Vorfahren Sklaven hielten und von meinen Vorfahren stahlen, von daher musst du deinen Wohlstand zurückgeben.“

Hinsichtlich menschlicher Beziehungen ist diese Argumentationsweise grundlegend, nicht nur hinsichtlich internationaler, sondern auch innerhalb nationaler Beziehungen, betrachtet man beispielsweise „eingeborene Bevölkerungsgruppen“ bzw. wie sie sich an überwiegend weiße Regierungen wenden. Moralisch: „Du bist reich, weil ich arm bin.“ Umweltbedingt: „Wenn du mir Geld zurückgibst, wird es mir sehr gut ergehen, zumal wir nur aufgrund unserer jeweiligen Vorfahren dastehen, wie wir dastehen.“

So ergibt sich ein direkter Anreiz, so verwurzeln sich Interessen, wonach Trillionen von Dollars/Euros von der Ersten in die Dritte Welt transferiert werden, welche wiederum in diverse Theorien investiert werden, allen voran die Theorie des Wohlfahrtsstaates, wonach „die Reichen“ aufgrund der Ausbeutung „der Armen“ reich seien und der Staat (also eine Gruppe von Menschen, die sich lediglich „Regierung“ nennt) demzufolge Geld – „sozial gerecht“ – umverteilen müsse, damit es „den Armen“ gut ergehen wird. Sie sehen eins ums andere Mal: Es handelt sich um eine moralische und umweltbedingte Argumentation. Wenn Sie nun daran denken, wie viele tausend Jahre es gedauert hatte, bis die Keimtheorie triumphierte, bekommen Sie einen ungefähren Eindruck davon, wie unglaublich schwer es sein wird, die aktuelle Nuss zu knacken.

Betrachten Sie den Marxismus: „Kapitalisten“ seien reich, weil sie die Arbeiter ausbeuten, von daher müsse eine Regierung ersteren Geld entziehen und letzteren zukommen lassen, mehr noch, den Arbeitern die Kontrolle über die Produktionsmittel überlassen. Immer und immer wieder gilt: Moralische und umweltbedingte Argumentation, deren Durchbrechen unglaublich schwer ist – und in Anbetracht der gegenwärtigen Entwicklung mit jedem Tag schwieriger wird.

Genau an diesem Punkt stehen wir heute!

Greifen wir nun exemplarisch die kürzlich stattgefundene Kontroverse um – wie könnte es anders sein – einige Aussagen Donald Trumps auf. Er sagte während eines DACA-Meetings im Oval Office, in dem es um einen Immigrationsdeal ging, er habe zwar eine „harte Ausdrucksweise“ (tough language) verwendet, jedoch nicht den Begriff „Shithole“. Zitat:

“The language used by me at the DACA meeting was tough, but this was not the language used. What was really tough was the outlandish proposal made – a big setback for DACA!“ („Die Sprache, die ich auf dem DACA-Meeting benutzte, war hart, aber das war nicht die Sprache, die benutzt wurde. Was wirklich hart war, war der haarsträubende Vorschlag – ein großer Rückschlag für DACA!“)

Im belanglosen Nebenschauplatz-Zeitalter (ich nenne es das Zeitalter der Entklärung) stürzten sich, wie natürlich abzusehen war, die Medien gleich pawlow‘schen Hyänen auf den Begriff „Shithole“ und eine (weitere vollkommen irrelevante) Diskussion darüber, ob er das nun sagte oder nicht, entbrannte. Trump selbst meinte, er habe niemals etwas Abfälliges gegenüber Haitianern geäußert, sondern lediglich festgestellt, dass es sich bei Haiti offensichtlich um ein sehr armes und geplagtes Land handle.

„Niemals sagte ich den von Sozialdemokraten erfundenen Satz: ‚Schafft sie außer Landes.‘ Ich pflege eine wunderbare Beziehung zu Haitianern.“ (“Never said anything derogatory about Haitians other than Haiti is, obviously, a very poor and troubled country. Never said ‚take them out.‘ Made up by Dems. I have a wonderful relationship with Haitians.”)

Freilich war und ist das Level der Heuchelei vonseiten der Linken gleichsam unausweichlich wie vorhersehbar. Haiti interessierte sie im Zuge des Korruptions-, Bestechungs- und Ausbeutungsvorwurfs bzgl. Chelsea Clintons Hochzeit nicht im Geringsten, wonach mehrere Millionen Dollars durch den Ressourcen-Abbau in Haiti in die „Clinton Foundation“ flossen, wodurch wiederum besagte Hochzeit finanziert worden sein soll. Sicherlich protestieren nicht wenige Haitianer grundlos (und regelmäßig) gegen die Clintons.

Auf der anderen Seite ist der Doppelstandard der Linken evident, wonach sie sich darüber echauffieren, dass von Nicht-Linken bestimmte Länder als „schlechte Länder“ bezeichnet werden. Einerseits heißt es: „Ihr könnt nicht sagen, dass diese Länder schlecht sind!“ Doch gleichzeitig: „Ihr könnt Flüchtlinge nicht zurückschicken, denn diese Länder sind schrecklich!“ Oder anders ausgedrückt:

„Man“ darf bestimmte Länder nicht als Drecklöcher bezeichnen, Leute aber auch nicht dorthin zurückschicken, weil es sich, nun ja… um Drecklöcher handelt.

Wurden die linken Selbstwiderspruchsprinzen und -prinzessinnen darüber hinaus während der letzten rund 50 Jahre nicht müde, stetig im Gewande moralischer Selbstüberhöhung zu betonen, dass weiße, westliche Länder Kloaken des Rassismus (dies wohlgemerkt erst als dritte Stufe des „Dreifachdenks“, nachdem die erste Stufe „Es gibt keine Rassen“ und die zweite „Alle Rassen sind gleich“ lautete), ferner Jauchegruben des Sexismus, Klärgruben der Homophobie, Senkgruben der Islamophobie und nicht zuletzt Absetzgruben der Frauenfeindlichkeit seien, durchsetzt von „rape culture“, Diskriminierung und so weiter und so fort? Oder anders: Haben sie westliche Nationen nicht rund ein halbes Jahrhundert lang in der denkbar ungeheuerlichsten Weise angeklagt und beleidigt (man könnte auch sagen: terrorisiert), deren Männer kollektiv als Vergewaltiger oder potenzielle Vergewaltiger und Patriarchen verunglimpft und vieles mehr? Doch all das spielt keine Rolle, denn „schrecklich“ wird die Lage nur dann, sofern allgemeine (nicht generelle!) Kritik (und sei sie noch so bodenständig bzw. faktenbasiert) an „nicht-weißen“ Ländern geübt wird.

Ich frage erneut: Warum ist das wichtig?

Weil Einwanderung bzw. der Umgang mit Einwanderung eine der Kernfragen für die westliche Welt des 21. Jahrhunderts bildet. Der Grund, warum ich oben von der Keimtheorie sprach, besteht darin, dass es zwei konkurrierende Theorien gab. Ebenso existieren, um es frei heraus zu sagen, zwei unterschiedliche Theorien, warum es ungleiche, ökonomische Ergebnisse zwischen Rassen gibt. Dazu zunächst einige Fragen:

  • Warum erholte sich Japan so rasant nach den verheerenden Folgen des Zweiten Weltkrieges?
  • Warum erholte sich (West-)Deutschland so rasant nach den verheerenden Folgen des Zweiten Weltkrieges?
  • Warum kamen Juden nach ihrer millionenfachen Dezimierung in Europa mit nichts in ihren Taschen nach Amerika und konnten vier Jahre später mit Weißen wirtschaftlich vollumfänglich mithalten?
  • Warum machen Fernostasiaten (vornehmlich Chinesen, Koreaner und Japaner) in angeblich rassistischen, weißen Ländern mehr Geld als Weiße, wenn Weiße doch so rassistisch sind und dieser Rassismus gleichzeitig der Grund dafür ist, warum Minderheiten in ökonomischer Hinsicht schlechtere Ergebnisse erzielen?

Gemäß Theorie müssten demnach logischerweise alle Minderheiten ökonomisch schlechtere Ergebnisse erzielen, lautet jene Theorie doch, Weiße verhielten sich gegenüber Nicht-Weißen rassistisch, hielten Nicht-Weiße von allerlei Möglichkeiten fern, hielten sie „klein“ usw. Doch warum schaffen es Weiße dann nicht, chinesische oder japanische Einwanderer „klein“ zu halten?

Interessanterweise kann keine dieser Fragen mithilfe der moralisch-umweltbedingten Theorie beantwortet werden. Aus irgendwelchen Gründen hat der exorbitante Geldtransfer, im Zuge dessen, man vergesse dies nicht, nicht zuletzt auch Abermillionen von Dollars/Euros armen Menschen in der Ersten Welt entzogen und reichen Menschen in der Dritten Welt übertragen wurden, nicht zu dem versprochenen Ergebnis geführt: „Gebt der Dritten Welt Geld von der Ersten Welt und sie wird sich ebenso zur Ersten Welt entwickeln. Gebt Kenia oder Somalia oder Tansania oder Libyen etc. Geld und der Unterschied zwischen jenen Ländern und westlichen (inkl. Japan) wird sich auflösen.“

Nein. Die Theorie ging und geht nicht auf.

Wir erinnern uns an die Miasmentheorie:

„Entfernt die kranken Menschen aus ihrer Umgebung und verpflanzt sie in eine Umwelt, in der Menschen nicht krank sind, denn wenn ihr jemanden, der beispielsweise unter einer Rauchvergiftung leidet, aus seinem Haus, in dem er den Rauch einatmete, befördert, und ihn anschließend an einem Ort ohne Rauch abladet, wird es ihm besser gehen. Das ist seine einzige Chance! Also: Findet kranke Menschen und bringt sie zu gesunden Menschen, denn es ist die Umwelt, die sie krank gemacht hat! Jeder möge dadurch geheilt werden!“

Doch… das exakte Gegenteil trat ein, da man kranke Menschen nicht heilt, wenn man sie neben gesunde Menschen legt, sondern umgekehrt – gemäß korrekter Keimtheorie – die gesunden Menschen aufgrund der Übertragung von Krankheitskeimen krank macht. Nochmal: Es dauerte mehrere tausend Jahre, bis sich diese Erkenntnis durchsetzte (durchsetzen durfte).

Zwangstransferiertes Geld löst keinerlei Einwanderungsprobleme

Auch heute ist die moralisch-umweltbedingte Theorie hinsichtlich Einwanderung in jeder erdenklichen Hinsicht falsifiziert. Man blicke nach Amerika: Trillionen von Dollars wurden im Laufe etlicher Dekaden von der weißen Gemeinde in die schwarze Gemeinde gepumpt. Mit welchem Ergebnis? Die schwarze Gemeinde ist, ökonomisch betrachtet, im Allgemeinen (nicht Generellen!) eine Katastrophe, in vielerlei Hinsicht übrigens heute noch stärker als in der Vergangenheit, nachdem sich die Anzahl unehelicher Neugeborener im Laufe der Zeit verdreifacht hat. Tatsächlich schaffte der Wohlfahrtsstaat das, was nicht einmal die Sklaverei zu schaffen vermochte: Die Zerstörung schwarzer Familien. Schwarze haben im Vergleich zur weißen und fernostasiatischen, ja, selbst im Vergleich zur lateinamerikanischen Gemeinde sehr geringe Nettoeinkommen, von der jüdischen Gemeinde gar nicht zu sprechen, welche wiederum an der wirtschaftlichen Spitze steht.

Warum gelangt man in weißen, angeblich bigotten Ländern überhaupt zu viel Geld? Nichts von der moralisch-umweltbedingten Theorie ergibt hier Sinn, nichts ist schlüssig, stattdessen Widersprüche, wo man nur hinsieht. Und dennoch bleibt das Narrativ des „bösen weißen Mannes“ als grundlegendes Element (in Wahrheit eine nachweislich falsche Prämisse) für eben jene Theorie bestehen.

Diese Theorie ist es auch, welche aktuell für den größten Transfer der Menschheitsgeschichte verantwortlich ist, und zwar für die Verpflanzung der Dritten Welt bzw. weiter Teile der Dritten Welt in die Erste Welt. Namentlich die Verpflanzung weiter Teile des Mittleren Ostens, Afrikas und Indiens in weiße Länder, stets mit der (falschen) Theorie im Anschlag: „Alles wird gut werden.“

Viele dieser Länder sind furchtbar. Kommen wir diesbezüglich noch einmal auf Haiti zurück: Haiti ist eine sozioökonomische Katastrophe. Wagen wir ein weiteres ungeheuerliches Gedankenexperiment: Ihr Flugzeug muss aufgrund technischer Defekte notlanden, doch Sie haben keine Ahnung, wo. Welches Land würden Sie bevorzugen: Norwegen oder Haiti? Die linke Lüge (basierend auf ihrer in sich vollkommen widersprüchlichen Ideologie) verkündet: „Das ist mir völlig egal!“

Doch die ehrliche Antwort, für die sich auch niemand schämen muss, lautet selbstverständlich: Norwegen. Das Ganze erinnert an die Linken in den USA, welche während der Präsidentschaftswahlen lauthals verkündeten, sie würden bei einer Wahl Trumps das Land verlassen. Nur: Wohin würden sie „fliehen“? Mexiko oder Kanada? Richtig: Nach Kanada – ein (noch) weißes Land. Aber warum? Die Antwort ist interessant. (Dabei ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es selbstverständlich mitnichten so ist, dass die Umwelt überhaupt keine Rolle spielt oder Weiße stets eine perfekte, moralisch weiße Weste durch die Geschichte trugen.) Blicken wir hierfür zunächst nach Nord- und Südkorea. Nordkorea, gestartet als kommunistisches Land, verwandelte sich in die übliche Alptraum-Diktatur, in die sich Kommunismus grundsätzlich – bis zu seinem ökonomischen Kollaps – verwandelt. Südkorea hingegen ist im Vergleich dazu pro Kopf etwa dreißigmal wohlhabender.

Ohne (halbwegs) freie Märkte gibt es ausschließlich Drecklöcher

Die kommunistische Diktatur Nordkoreas erlaubt keinen freien Markt, was zur Folge hat, dass es vollkommen irrelevant ist, wie intelligent die Bevölkerung im Allgemeinen ist. Wenn der freie Markt nicht arbeiten darf, hat Intelligenz keinerlei Zugkraft. Es ist dann so, als habe man das schnellste Auto der Welt, das einen Meter über dem Boden schwebt: Man kann den Motor auf Teufel komm raus auf Touren bringen, das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrücken, doch es wird sich nichts in Gang setzen. Ohne freien Markt kann Intelligenz die „Probleme“ von Angebot und Nachfrage nicht lösen. Nur ein marktwirtschaftliches Preissystem, nur die Wirkungsmächte des freien Marktes vermögen dies.

Stellt man sich die Frage, warum sich (West-)Deutschland und Japan nach dem Zweiten Weltkrieg derartig schnell erholten, lautet ein Teil der Antwort: In beiden Ländern existierte ein sehr hoher Durchschnitts-IQ. (In Japan nach wie vor, während Deutschland aufgrund der Aufnahme von immer mehr Menschen aus der Dritten Welt kontinuierlich abfällt.) Nichtsdestotrotz haben Deutsche (noch) einen der höchsten Durchschnitts-IQs in Europa, während Japaner, abgesehen von Aschkenasim-Juden, neben Chinesen, Südkoreanern und Singapurern den höchsten IQ innerhalb des asiatischen Kontinents – und überhaupt weltweit – aufweisen. In Verbindung mit einer (relativ) freien Marktwirtschaft konnten und können die Möglichkeiten eines hohen IQs dann vollumfänglich zum Tragen kommen.

Als Einwand wird dann, wie oben bereits dargelegt, gerne angeführt, dass Länder wie Haiti (stellenweise vor einigen hundert Jahren) Reparations- oder Entschädigungszahlungen tätigen mussten und das der Grund sei, warum sie sich ökonomisch nicht erholen, geschweige denn entwickeln  konnten. Und wieder: Warum erreichten Juden, die nach dem Zweiten Weltkrieg mittellos in die USA übersiedelten, innerhalb von vier Jahren Einkommensgleichheit mit Weißen? Da sie (insbesondere aschkenasische Juden) atemberaubend hohe Durchschnitts-IQs besitzen. Es lässt sich nicht leugnen. Es muss öffentlich über „heiße Eisen“ wie IQ bzw. Intelligenz gesprochen werden, zumal dies eine wissenschaftlich in höchstem Maße validierte Erklärung für wirtschaftlichen und damit gesamtgesellschaftlichen Erfolg darstellt. Der IQ stellt seit über 100 Jahren eine der ältesten Metriken (Messsysteme) für wirtschaftlichen Erfolg im Westen dar. Im Zuge des Ersten Weltkrieges unterzogen sich beispielsweise über sechs Millionen Männer des amerikanischen Wehrdienstes IQ-Tests und seitdem gab es über sämtliche Dekaden immerfort neue Tests. Als Resultat steht eindeutig fest, dass sich der IQ nicht gleich zwischen Rassen verteilt. Es gibt Rassen, die im Allgemeinen besser abschneiden und Rassen, die im Allgemeinen schlechter abschneiden. Hierbei sind IQ-Tests, wie gesagt, ein guter Indikator für Erfolg oder genauer für die jeweilige Kapazität, Geld am freien Markt zu verdienen. Gibt es keinen freien Markt, sinkt damit auch die Wichtigkeit des individuellen IQs. Rapide sogar, wie man anhand des Beispiels Nord- und Südkorea sehen kann.

Blickt man nach Norwegen, so stellt man fest: Es existiert ein sehr hoher Durchschnitts-IQ (über 100). Der Durchschnitts-IQ in Haiti hingegen beträgt 67. Um das deutlich zu machen: Noch vor einigen Dekaden galt dieser Wert als knapp unterhalb des Schwellenwertes für Schwachsinn. Egalitaristen wird es nicht gefallen, aber es erklärt im Vergleich zu nachweislich falsifizierten Theorien sehr viel. Und nochmal – bedauerlicherweise muss auch das heutzutage immer wieder betont werden: Das bedeutet nicht, dass Umwelteinflüsse überhaupt keine Rolle spielen, aber die schlüssigere Argumentation ist die, wonach die Umwelt weniger Auswirkungen auf Erfolg hat. Die allgemeine Wissenschaft tendiert zu der Annahme, dass der IQ in der Jugend zu 50% genetisch bedingt ist (vgl. hierzu auch Dieter E. Zimmer: Ist Intelligenz erblich?), und im Zuge des individuellen Alterungsprozesses auf 80% (genetisch) steigt. Hierin steckt eine große Herausforderung, der man sich stellen könnte.

Wer ist tatsächlich rassistisch?

Die ganze Rassismus-Debatte hat aber auch etwas „Witziges“. Linke betrachten Rassismus mitunter als funktionell unausrottbar, wurden die bösen Weißen nun doch über 50 Jahre quasi erfolglos „aufgeklärt“. Unerklärlicherweise sind sie (angeblich) immer noch grundlegend rassistisch, und das bedeutet gemäß linker Ideologie wiederum: Rassismus ist prinzipiell unheilbar. Interessanterweise ergab eine vor einigen Jahren getätigte Studie (“World Value Survey“), wobei rassistische Haltungen weltweit untersucht wurden, dass tendenziell rassistische Länder nicht-weiße Länder sind, von denen Indien das rassistischste ist. (Weite Teile Indiens sind besessen von helleren und dunkleren Hautschattierungen, es existieren Cremes zum Ausbleichen des Teints etc.)

Wenn laut linker Denke nun aber Rassismus unheilbar ist und man Menschen aus rassistischen Ländern (Afrika, Indien, Nahost) in weniger oder kaum rassistische Länder importiert, sprich in weiße Länder, importiert man folgelogisch mehr unausrottbaren Rassismus ins eigene Land respektive den Westen und sorgt für einen statistischen Anstieg von Rassismus. Ist Rassismus schlecht, sollten Linke also mehr als skeptisch sein, wenn es beispielsweise um indische Einwanderung geht.

Eine Insel, zwei Welten

Zurück zu Haiti und der Dominikanischen Republik, den beiden Inselstaaten auf Hispaniola. Haiti besitzt ein durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen von einigen hundert Dollars pro Jahr, während es in der Dominikanischen Republik im Schnitt bei vier- bis fünftausend Dollars pro Kopf und pro Jahr liegt. Wie ist dieser Unterschied möglich? Die moralisch-umweltbedingte Argumentation würde anführen, es habe in der Vergangenheit Haitis Militärinterventionen gegeben, und es stimmt, die gab es, doch kam es zu noch wesentlich schlimmeren Militärinterventionen in der Dominikanischen Republik. Fällt also schon einmal weg. Als Nächstes käme der Einwand, Weiße verhielten sich Haitianern gegenüber rassistischer als gegenüber Dominikanern, was so abenteuerlich und gleichsam absurd klingt, dass man beinahe lachen muss, doch ernsthaft: Nein, gesetzt den Fall, er würde existieren (was nicht der Fall ist), wäre vermeintlich weißer Rassismus außerhalb Haitis kein logisches Indiz für die Armut innerhalb Haitis. Fällt also auch weg.

Schauen wir uns die Demographie an: Die Bevölkerung Haitis ist zu 95% schwarz und nur zu 5% gemischtrassig und/oder weiß. Der Durchschnitts-IQ innerhalb Subsahara-Afrikas beträgt 70. In Haiti beträgt er 67. Auch wenn es „kalt“ klingen mag, aber diese Umstände werden keine freien und funktionstüchtigen Gesellschaften produzieren. Freilich existiert nach wie vor die Glockenkurve, was bedeutet, dass sowohl in Subsahara-Afrika als auch Haiti sehr intelligente Menschen leben, doch hinsichtlich der großen Mehrheit verhält es sich anders. Das heißt wiederum:

Je geringer der durchschnittliche IQ innerhalb einer Bevölkerung ist, umso wichtiger wird ein freier Markt. Existieren in quantitativer Hinsicht nicht „ausreichend“ intelligente Menschen in einem Land, bedarf es eines umso freieren Marktes, damit es der Gesellschaft als Ganzen gut geht, denn der freie Markt wird dafür sorgen, dass sich mehr Ressourcen bei den klügeren Personen akkumulieren, welche wiederum am besten bzw. umfangreichsten dafür sorgen können, diese Ressourcen zu maximieren.

Prinzipiell neigen intelligentere Menschen zum Sparen, weniger intelligente Menschen zum Ausgeben (Verschwenden). Gehen Sie durch eine arme Wohngegend. Was werden Sie sehen? Spirituosengeschäfte, Haarstudios, Gemischtwarenläden etc. Viele ärmere und arme Viertel ähneln sich. Stefan Molyneux berichtet beispielsweise von einer Wohngegend im nördlichen Ontario, wo er einst gearbeitet hatte. Dort gab es ein Postamt, einen Gemischtwarenladen und einen Bierhändler. Warum? Damit sich die Leute ihre Sozialhilfe bar im Postamt auszahlen lassen konnten, um anschließend Zigaretten im Gemischtwarenladen und Bier im Bierladen zu kaufen und anschließend nach Hause zu gehen. Zigaretten und Bier – bleiben wir bei diesem Klischeebeispiel – kurbeln die Ökonomie jedoch nicht an. Sparen, Investieren und das Starten eines Gewerbes oder einer Firma hingegen schon. Es ist ein Klischee (deswegen aber nicht falsch), dass es in schwarzen Vierteln verhältnismäßig viele koreanische und chinesische Geschäfte gibt (was ich aus persönlicher Erfahrung empirisch bestätigen kann) und demzufolge Schwarze lamentieren: „Warum haben die solche Geschäfte und wir nicht?“ Der IQ erklärt es. Koreaner und Chinesen haben einen außerordentlich hohen Durchschnitts-IQ.

Besitzt die Gesamtbevölkerung durchschnittlich einen niedrige(re)n IQ, bedarf es umso dringender eines freien Marktes, damit die brillantesten Leute unter ihnen Kontrolle über Ressourcen erlangen bzw. sich diese erarbeiten und erschaffen können, was im weiteren Verlauf den Lebensstandard aller erhöhen wird. Akzeptiert man erst einmal den Fakt, dass der IQ Gruppen in ihrem Potenzial massiv determiniert, so ist der logische Schluss der, dass der Markt so frei wie möglich sein muss, damit alle in ihm lebenden Menschen etwas von ihm haben. Die mit Abstand schlimmste und gleichsam verheerendste Kombination besteht aus einer Gruppe mit niedrigem IQ und einem geknechteten, das heißt sich nicht entfalten dürfenden Markt, was letztlich Tyrannei bedeutet. In Afrika zum Beispiel wüten mehrere dieser Tyranneien, gleichzeitig beträgt der Durchschnitts-IQ an vielen Orten um die 70. Das Resultat sind wahre Horrorszenarien: Kindersoldaten, Kannibalismus, Jagd auf Albinos, das Öffnen der Schädel von Glatzköpfen, in der Hoffnung, Gold darin zu finden usw.

Haiti nun – arm, chaotisch, problematisch – ist zudem kaum in der Lage, sich von Naturkatastrophen zu erholen, womit es freilich nicht allein ist. Nur: Erklärt man Naturkatastrophen zum ausschlaggebenden Grund, warum es einem Land schlecht geht, begibt man sich erneut auf den umweltbedingten Erklärungsansatz, der, wie hoffentlich deutlich wurde, unzureichend bis falsch ist, warum manche Gesellschaften weniger wohlhabend sind als andere.

„Ja, aber Haiti wird von Wirbelstürmen heimgesucht!“ – „Florida etwa nicht?“

Nebenbei: Kein Hurrikan in der Geschichte der Menschheit hat so viel Schaden angerichtet wie das trommelfeuerartige Bombardement Dresdens oder Tokios, geschweige denn die Nuklearschläge auf Hiroshima und Nagasaki, in deren Folge komplette Infrastrukturen zerstört wurden.

Haiti hatte mit François „Papa Doc“ Duvalier (1907-1971) einen nicht unbeträchtlichen, tyrannischen Diktator, keine Frage, doch wieder kann dagegengehalten werden: Von welcher fanatisch-tyrannischen Nazi-Diktatur erholte sich (West-)Deutschland im Vergleich dazu relativ rasch? Von welcher fanatisch-tyrannischen Kaiserkultur erholte sich Japan im Vergleich zu Haiti relativ rasch? Die Frage von Ursache und Wirkung ist eine komplizierte. Wenn man eine Bevölkerung mit niedrigem Durchschnitts-IQ hat, kann man feststellen, dass sie dazu tendiert, für mehr Sozialismus zu stimmen. Der Grund, warum beispielsweise Latinos mit Durchschnitts-IQs von 85+ nach Amerika kommen und kontinuierlich die Linken wählen, ist der, dass man bei einem niedrigeren IQ tendenziell (!) mehr von der „Wohlfahrt“ profitiert als durch Konkurrenz innerhalb des freien Marktes. Dasselbe wird für „Flüchtlinge“ in Deutschland der Fall sein, was entgegen aller pseudohumanistischer Lippenbekenntnisse eines der Hauptmotive für die hiesige und gleichzeitig wankende, neo-sozialistische Einheitspartei war und ist. Es ist schlichtweg eine grundlegende Tatsache. Sind Sie eine schlaue Person, werden Sie sich hinsetzen und überlegen, wie viele Leistungen Sie durch Sozialhilfe erhalten werden. Sie werden letztlich erkennen, ab einem bestimmten (unbefriedigenden, da Ihren Fähigkeiten nicht zur Genüge reichenden) Level „stecken zu bleiben“ und ohne Sozialhilfe tendenziell mehr zu erreichen. Befindet sich Ihr IQ jedoch irgendwo zwischen 60 und um die 85, wird Ihnen die „Wohlfahrt“ wahrscheinlich (nicht zwingend!) zu mehr Leistungen und Ressourcen verhelfen als der freie Markt, zumindest auf kurze Sicht.

Haiti: Durchschnitts-IQ von 67, 95% schwarze Bevölkerung, 5% gemischtrassig und/oder weiß.

Dominikanische Republik: Durchschnitts-IQ von 85+, 11% schwarze Bevölkerung, 16% Weiße, 73% gemischtrassig.

Der Unterschied ist enorm und nähert sich einem Unterschied in der Nähe der Standardabweichung. Dieser Unterschied hat enorme Auswirkungen darauf, welche Art von Gesellschaft man erhält.

Fazit: Freilich können wir das sinnlose sowie falsifizierte Spielchen von wegen „böse Weiße“ ewig weiterspielen. Inwieweit dies zu lebenswerteren Gesellschaften führen sollte, sei jedem Leser selbst überlassen. Ich persönlich wünsche mir, sämtliche Rassen von Mobbing und Schikanen erlöst zu sehen. Ich wünsche mir, dass Weiße damit aufhören, sich grundlos schuldig zu fühlen und emotional erpressen zu lassen. Ich wünsche mir, dass nicht-weiße Gruppen damit aufhören, Weiße für Begebenheiten verantwortlich zu machen, die nicht deren Schuld sind. Weder ist es die Schuld von Juden noch von Fernostasiaten noch von Weißen, dass Schwarze und Mestizen geringere Durchschnitts-IQs haben. Es ist Evolution. Das ist weder lustig noch traurig noch rassistisch, sondern der nüchterne Stand der Dinge. Wenn wir uns vergegenwärtigen, wie lange die Miasmentheorie (Umwelt + Immoralität) evident war, bis sie durch die Keimtheorie ersetzt wurde, welche fortan Milliarden von Leben retten sollte, so kann es nur einen logischen Schluss geben: Wissenschaft und Fakten statt Ideologie, Emotionen und Aberglauben. Vielleicht (wieso auch nicht?) kann etwas bezüglich jener IQ-Ungleichheiten getan werden, aber sofern wir nicht einmal zugeben, dass Ungleichheiten existieren, werden wir bestimmte Probleme nicht lösen und ich kann nur inständig hoffen, dass es nicht wieder über 2000 Jahre dauern wird.

Ich schließe mit einem den Postmodernismus sowie Antikapitalismus demaskierenden Zitat von Ayn Rand (1905-1982):

„Wir sollen primitive Kulturen studieren, anerkennen und respektieren – jede Kultur, außer unserer eigenen. Eine über Generationen kopierte Töpferarbeit wird uns als Errungenschaft vorgehalten – ein Plastikbecher nicht. Ein Bärenfell ist eine Errungenschaft – eine synthetische Faser nicht. Ein Ochsenkarren ist eine Errungenschaft – ein Flugzeug nicht. Ein Trank aus Kräutern und Schlangenöl ist eine Errungenschaft – Eingriffe am offenen Herzen nicht. Stonehenge ist eine Errungenschaft – das Empire State Building nicht. Schwarze Magie ist eine Errungenschaft – Aristoteles‘ Organon nicht. (…) Warum wird die westliche Zivilisation ermahnt, primitive Kulturen zu bewundern? Weil sie nicht bewundernswert sind. Warum wird der primitive Mensch ermahnt, die westlichen Errungenschaften zu ignorieren? Weil es sie gibt. Warum wird ein zurückgebliebener Jugendlicher dabei gefördert, sich auszudrücken? Weil er nichts auszudrücken hat. Warum wird es einem Genie schwer gemacht, sich auszudrücken? Weil er etwas auszudrücken hat.
Bei den Mohammedanern, den Buddhisten und den Kannibalen (und zwar den wirklichen Kannibalen), bei den Unterentwickelten, den Unentwickelten und den nicht zu Entwickelnden sollen sich die kapitalistischen Vereinigten Staaten von Amerika für ihre Wolkenkratzer, ihre Automobile, ihre Kanalisation und ihre lachenden, selbstbewussten, ungefolterten, nicht lebendig begrabenen jungen Menschen entschuldigen! (…) Nicht für ihre Fehler werden die Vereinigten Staaten von Amerika gehasst, sondern für ihre Tugenden – nicht für ihre Schwächen, sondern für ihre Leistungen – nicht für ihr Scheitern, sondern für ihren Erfolg – ihren prächtigen, leuchtenden, lebensspendenden Erfolg.“

(Anlass für diesen Artikel war dieser großartige Vortrag von Stefan Molyneux.)

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