Buchrezension: Hans-Hermann Hoppe – Der Wettbewerb der Gauner: „Der Wettbewerb der Gauner“…

…war vor vielen Jahren neben meiner allgemeinhin zunehmenden Skepsis gegenüber dem gesellschaftlich quasi in Stein gemeißelten Aberglauben an eine „(Zwangs-)Staatsnotwendigkeit“ mitunter ausschlaggebender Bestandteil für mein sukzessives Umdenken (ebenso Roland Baaders „Die belogene Generation“).

Zum Inhalt wurde hier bereits in anderen Rezensionen alles Notwendige gesagt, allen voran sei dabei auf Andreas Tögels gelungene Ausführungen verwiesen.

Warum ist man hinsichtlich der Wahrung einer gesellschaftlichen Ordnung oder des Privateigentums (eine Tautologie) denkbar schlecht beraten, sofern dabei auf einen Zwangsstaat gesetzt wird? Welche Grundirrtümer liegen Etatismus und insbesondere der Demokratie zugrunde? Was hat Privateigentum mit der Notwendigkeit natürlicher Diskriminierung zu tun? All dies (und mehr) sind Fragen, derer sich Hoppe scharfsinnig annimmt und sich damit – wie eine Handvoll anderer Freiheitsdenker – dem Minenfeld „politischer Korrektheit“ aussetzt, ja, schier moderne Blasphemie betreibt.

Freilich, wer die in diesem Buch thematisierten Missstände wesentlich detaillierter behandelt haben möchte, wird an Hoppes Werken „Eigentum, Anarchie und Staat“ sowie „Demokratie. Der Gott, der keiner ist“ nicht vorbeikommen. Dieses hier vorliegende, knapp gehaltene Werk hingegen ist, wie aus seiner Beschreibung hervorgeht, als Einstieg in die Analysen und Ideen Hoppes gedacht und macht bei gleichsam unabhängigen wie offenen Lesern hoffentlich Appetit auf mehr.

(5/5)

(Diese Rezension erschien zunächst hier.)

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