Donald Trump – Man wird sehen

Beginnen wir mit ein paar alten Hüten: Aufgezwungene Politik ist nicht die Lösung irgendwelcher Probleme, sondern das Problem selbst, da nur durch sie Probleme entstehen, wo sonst entweder erst gar keine entstanden wären oder auf freiwillig-kooperativer Basis gelöst werden würden. Sie untergräbt die individuelle Entscheidung, selbstbestimmt leben und handeln zu wollen und hält somit einer objektiven Ethik, die sich widerspruchsfrei nur durch Selbstbestimmung und Freiwilligkeit kennzeichnen kann, nicht stand. Alles schön und gut. Alles x-fach gehört.

Existiert Politik dennoch? Ja. Warum? Weil sie das Ergebnis des Wunsches nach Verantwortungstransfer ist. Wünsche ich mir aufgezwungene Politik? Nein. Rede ich mit Menschen gerne über mögliche Alternativen zu aufgezwungener Politik bzw. Herrschaft? Sehr gerne. Gibt es denn Alternativen? Jede Menge. Sofern man sich für diese interessiert und Argumenten offen gegenübersteht. Auch das ist nichts Neues.

Jetzt wird es einigermaßen „knifflig“. Warum diese einleitenden Aussagen, die nach Auffassung der – wie ich sie mittlerweile liebevoll nenne – pawlow’schen-Elfenbeinhündchen-Fraktion nur heuchlerische Lippenbekenntnisse sind? Richtig. Ich möchte im Folgenden – man halte Beatmungsgeräte und Defibrillatoren bereit – etwas Positives über Donald Trump sagen und begebe mich somit auf das Quasi-Feld moderner Blasphemie. Um Himmels willen! Positives?! Ganz klarer Fall: Mende will Politik! Er will Etatismus! Er will, er will, er will! So viel gar, dass die Strampelanzüge besagter Fraktion vor Empörung platzen werden.

Moment. „Er“ will überhaupt nichts außer seiner Ruhe und erklärt jederzeit gerne, warum kein Trump besser wäre als ein Trump. Keine Politik ˃ Politik.

„Nein! Nein! Nein! Er will, er will, er will! Positives! Trump! Räächtz! Etatist!“ Usw. usf.

Soviel zur aktuell vorherrschenden Diskussionskultur und „Kopf-Triggern“. Wer nämlich meint, diese bestünden nur aufseiten diverser Durchschnittsbuntmenschen respektive tatsächlicher Etatisten, irrt.

Heutzutage wird einer Person, die darauf hinweist, dass fünf unfreiwillige Schläge in die Schnauze besser sind als zehn, gerne unterstellt, die Person verlange oder „werbe“ für fünf Schläge. Selbst dann, wenn längst deutlich gemacht wurde, dass kein einziger Schlag der subjektiven Vorstellung eines kooperativen Miteinanders entspreche. Die Beweggründe für derart peinliche Unterstellungen erkläre ich mir persönlich durch aus Frust resultierendem Realitätsverlust, einhergehend mit Isolation und v.a. Langeweile. Die Spezies des sich in seinem muffigen 2-qm-Computerzimmerleins befindlichen Internethelden badet sich umso exzessiver in „Reinheit“, je stärker sie den Bezug zur Realität verliert.

Doch zurück zu Donald Trump. Ja, ich erlaube mir, ein paar bescheidene Gedanken zu formulieren, wieso er meiner Meinung nach die besagten „fünf Schläge“ bedeuten könnte – anstatt der zehn. Warum er ein wenig anders als andere Politiker „ticken“ könnte. Es folgt sicherlich keine Raketenwissenschaft, nur der Hinweis auf ein paar womöglich interessante Begebenheiten:

  1. Trump ist kein „klassischer“ Politiker.

Er war stets wesentlich mehr erfolgreicher Geschäftsmann und Unternehmer denn Politiker, demzufolge man zumindest davon ausgehen kann, dass er die Grundrechenarten beherrscht. Wer meint, dies sei selbstverständlich für Politiker, möge sich seinen Vorgänger anschauen, der in acht Jahren Regentschaft mehr Schulden angehäuft hat als alle Präsidenten der Vereinigten Staaten vor ihm zusammen, beginnend mit George Washington 1789. Unter Umständen tun Unternehmer und geschickte Geschäftsleute in der Rolle aufgezwungener Politiker „dem Volk“ besser denn ein Heer aus Beamten, Juristen, „Sozial“arbeitern und sonstigen, erfolglosen Vollversagern, wie es u.a. im Deutschen Bundestag der Fall ist; dort tummeln sich überwiegend Kreaturen, die noch nie eine Sekunde wertschöpfend oder produktiv gearbeitet haben bzw. nicht einmal eine Frittenbude für eine Woche erfolgreich managen könnten, erdreisten sich aber in regelmäßiger Beständigkeit, „der Wirtschaft“ neunmalkluge „Ratschläge“ zu erteilen, welche mit ökonomischem Sachverstand in etwa so viel zu tun haben wie die ungedeckte, staatsmonopolistische Papierwährung mit echtem Geld. Läge der Fremdschämfaktor diesbezüglich nicht jenseits von gut und böse, könnte man gar schallend darüber lachen.

Trump will eine umfassende Raubreform aka „Steuerreform“: Der Spitzensteuersatz soll von fast 40 auf 25 Prozent gesenkt werden. Ebenso soll die Unternehmenssteuer gesenkt werden – von 35 auf 15 Prozent. Unter seiner Führung würden Amerikaner mit mittleren Einkommen angeblich „erhebliche Entlastungen spüren“. Aber auch die weniger Verdienenden sollen entlastet werden: Wer weniger als 25.000 Dollar pro Jahr verdient, solle beispielsweise gar keine „Steuern“ zahlen. Gegenfinanzieren möchte Trump dies u.a. durch regelmäßige Kürzungen (!) von Regierungsprogrammen und ein hohes Wirtschaftswachstum von jährlich mindestens 3,5 Prozent (2015 lag es in den USA bei 2,4 Prozent). Jenes wiederum soll – und nur so ist es möglich – durch weniger (!) Regulierung zustande kommen: Unter anderem will Trump der Umweltbehörde EPA Zuständigkeiten für die Industrie entziehen und etliche Auflagen abschaffen. Natürlich darf man sich nichts vormachen: Es steht zu befürchten, dass auch Trump in die „keynesianische Falle“ tappen wird, aber nochmal: Wenn die Alternative „Kein Trump und auch sonst niemand“ (noch) keinerlei Chance besitzt, was dann? Zehn Schläge? Man wird sehen.

  1. Trump hätte es nicht nötig.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Politikern (insbesondere deutschen Politikern) ist Trump nicht vom geraubten Geld fremder Menschen abhängig, was wiederum der Grund ist, dass er einst meinte, er werde auf die offizielle „Bezahlung“ als POTUS verzichten – unnötig zu erwähnen, dass selbst dieser Umstand (!) der hiesigen Mainstream-Journaille nicht passt. Trump ist Milliardär und könnte sich einen wunderschönen Lebensabend mit Familie und Freunden machen, fernab vom schmutzigen und auslaugenden Geschäft des Politbetriebs, fernab von der nunmehr traurigerweise wieder einmal gleichgeschalteten Mainstreampresse. Wollte und will er aber nicht. Ginge es ihm allein um politische Macht, so könnte man fragen, warum er – angesichts seines Alters! – nicht schon früher nach dem Amt des Präsidenten strebte. Immerhin ist er bereits 70. Macht allein ist also sicherlich nicht sein einziger Beweggrund. Vielleicht doch. Man wird sehen.

  1. Trump wagt sich an heikle Themen.

Die katastrophale Gesundheits-„Reform“ von Obama soll, wenn es nach Trump geht, am besten noch am ersten Tag abgeschafft werden. Viel wichtiger sind dem Unternehmer mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen, auf dass beispielsweise auch kostengünstigere Medikamente Zugang zum Markt finden. Sicherlich besonders empörend für deutsche Bessermenschen dürfte Trumps Überzeugung sein, dass die Kosten im Gesundheitssektor durch eine „Einwanderungsreform“ sinke, da ihm zufolge bisher zu viel Geld für die Versorgung illegaler „Einwanderer“ ausgegeben werde. Man wird sehen.

  1. Trump muss sich nirgends einschleimen.

Wer glaubt, dass ein weichgespülter „Ich-kuschel-auch-mit-Abschaum“-Kerl vom Schlage der über Dekaden neu herangezüchteten „Ich-habe-selbst-noch-für-das-allerletzte-Brutaloverhalten-Verständnis“-„Männlichkeit“ mit einer satanischen Geisteskranken (und nein, das ist keine Übertreibung) aka Hillary Clinton fertig geworden wäre, glaubt sicherlich auch, dass die Antwort auf barbarische Gewalt „im Namen Allahs“ nur aus immer noch mehr Verständnis und noch mehr Liebe bestehen könne. Oder anders ausgedrückt: Trump ist es völlig egal, was irgendwelche Bunt-und-Knuddelmedien von ihm halten, auch wenn sie – ihrer geistigen Konditionierung folgend – das volle Arsenal an Diffamierung, Propaganda und Ad-Hominem gegen den New Yorker ins Feld führen. Ihm ist es egal, ob er von einer bestimmten Klientel als „Gentleman“ wahrgenommen wird oder nicht, und das ist nach meiner Ansicht erfrischend in der gegenwärtig zur orwell’schen Gesinnungsdiktatur verkommenen „Alles-ist-besser-als-der-Westen“-Buntwelt, in der bloß keiner irgendwelche Gefühle von irgendwem verletzen darf, schon gar nicht diejenigen eines mittelalterlichen Barbarenkults. Ob Trump seiner Linie treu bleiben wird? Man wird sehen.

  1. Trump stellt sich gegen Pseudo-Wissenschaft.

Den angeblich menschgemachten und keiner seriösen respektive unkorporatistischen Wissenschaft standhaltenden Klimawandel bezeichnet Trump als das, was es ist: Schwindel. Im Zuge dessen will er u.a. den Klimavertrag von Paris kündigen, ebenso soll das „UN-Klimaprogramm“ keine finanziellen Mittel mehr bekommen. Darüber hinaus attackiert er – entgegen des Zeitgeistes – die sozialistische Unterkategorie in Form des sich nur vordergründig für Frauen einsetzenden „Feminismus“, ebenso werden womöglich auf die völlig absurden und unwissenschaftlichen „Gender Studies“ schwere Zeiten zukommen, denen zufolge wir theoretisch täglich unser eigentlich ja nicht vorhandenes Geschlecht wechseln können, in etwa so wie opportunistische Einheitsbreimedien „ihre“ Meinungen. Man wird sehen.

  1. Trump opfert sich nicht in vorauseilendem Gehorsam.

Den IS, welcher weder fünf noch zehn, sondern die Dauerfaust bedeuten würde, will Trump auslöschen, wie auch immer er einst zustande gekommen sein mag. Das ist hinsichtlich einer das „Nicht-Aggressions-Prinzip“, ähem, „nicht so ganz befolgenden“ Hasstruppe, die in einer modernen, arbeitsteiligen Welt nichts zu suchen hat, schlichtweg notwendig. Punkt. Diesbezüglich setzt er v.a. auf Bodentruppen im Kampf gegen die mittelalterlichen Kopfabhacker-Barbaren. Zudem sollen arabische Länder vehementer in die Pflicht genommen werden. Gleichzeitig betont Trump, dass das Recht der Amerikaner, Waffen zu tragen (sich also im Vergleich zu völlig „nackten“, sprich wehrlosen, deutschen Bürgern verteidigen zu dürfen), nicht verletzt werden darf – ebenso ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger. Man wird sehen.

Selbstverständlich wurde das politisch korrekte, „journalistische“ Trommelfeuer seit den gewonnenen Präsidentschaftswahlen noch weiter erhöht: „Trumps Präsidentschaft liegt schon jetzt in Scherben“, titelte beispielsweise „Die WELT“, obwohl Trump noch keinen Finger gerührt hat. Dass es sich bei den „Scherben“ vielmehr um die Hinterlassenschaft diverser Vorgänger und insbesondere Obamas handelt? Unwichtig.

Fazit: Trump übernimmt ein gespaltenes Land mit der bis dato höchsten „Staats“verschuldung, die die USA je hatten; er übernimmt ein Land mit einer, wie bereits gehört, katastrophal umgesetzten Zwangskrankenversicherung; ein Land, das dank Friedensnobelpreisträger (!) Obama, welcher sieben Kriege führte und unter sämtlichen US-Präsidenten den Rekord an Kriegstagen hält (ja, selbst mehr als George W.), immer noch weltweit in diffusen Kriegsspielereien verstrickt ist; ein Land mit einem zerschnittenen Band zu Israel und einem Verhältnis zu Russland, wie es schlechter nur im Kalten Krieg war.

Man wird sehen.

(Nachtrag: Eine Zwischenbilanz über die in den deutschen Mainstream-Medien selbstverständlich totgeschwiegenen Erfolge Donald Trumps nach rund acht Monaten erschien in der Jüdischen Rundschau.)

Obama_Farewell speech

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